Unter der so genannten „Rundum-Sorglos-Immobilie“ verstehen Kapitalanleger eine Investition in eine Pflegeimmobilie. Eine überdurchschnittlich hohe Rendite, viel Sicherheit aufgrund langer Pachtverträge und geringe Verwaltungs- und Instandhaltungsaufwände, klingen nach der perfekten Geldanlage. Und wer wünscht es sich nicht für seine Zukunft – den ruhigen und finanziell absicherten Lebensabend! Aber ist die Antwort auf die Frage nach der idealen Investition in eine Pflegeimmobilie wirklich so einfach?

 

Was ist eine Pflegeimmobilie?

 

Der Erwerb von Eigentum in Form von Immobilien, gilt allgemein schon als sinnvolle Altersvorsorge und ist keine Neuheit. Die einen beziehen ihr Eigenheim mitsamt Familie selbst, während andere Objekte kaufen, renovieren und rentabel weitervermieten. Auch bei Pflegeimmobilien handelt es sich um ein Appartement bzw, eine Wohnung (Betreutes Wohnen), jedoch ohne den mit dem Immobilienerwerb einhergehenden Lasten. Pflegewohnungen und Pflegeappartements befinden sich meist in privaten oder staatlichen Pflegeheimen. Sie als Käufer erwerben also eine ganz „normale Wohnung“ mit sämtlichen Rechten als Eigentümer.

 

Die Besonderheit liegt im nachfolgend geschlossenen Mietvertrag, welchen Sie nicht mit dem Mieter der Wohnung, sondern mit dem Betreiber der Pflegeeinrichtung abschließen. Sie treten somit in den Pachtvertrag ein! Der Käufer schließt nicht den Pachtvertrag mit dem Betreiber der Einrichtung. Somit wird das Mietverhältnis in Form eines Generalmietvertrages geschlossen, meist mit einer langen Laufzeit von beispielsweise 20 bis 25 Jahren. Der Betreiber der Einrichtung mietet das Objekt über einen langen und festen Zeitraum und kümmert sich im Anschluss um sämtliche Belange der Bewohner.

 

Für Sie als Vermieter entstehen also keinerlei Verpflichtungen. Keine Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen, keine ausfallenden Einnahmen aufgrund von Leerstand und keine Auseinandersetzungen mit den Bewohnern. Als Eigentümer ist man nur für „Dach und Fach“, Aufzug, Sanität, Heizung, Brandmelde- und Lichtrufanlage zuständig. Hierfür wird auch eine Instandhaltungsrückklage gebildet, welche etwas 2 €/qm beträgt.

 

Zu unterscheiden sind aber generell zwei Arten von Pflegeimmobilien, welche auch die Investition an sich beeinflussen. So finden wir generell förderungswürdige Objekte und nicht-förderungswürdige Immobilien. Letztere beschreiben Objekte für altersgerechtes oder betreutes Wohnen. Hospize, Behindertenheime oder stationäre und psychiatrische Einrichtungen hingegen, sind staatlich gefördert und perfekt für einen Kauf geeignet. Die Faktoren, wann das Pflegeheim staatlich gefördert wird, ist wiederum von mehreren Einzelheiten abhängig und Sie als Investor sollten dies beim Kauf berücksichtigen.

 

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Investition Pflegeimmobilie – warum es sich jetzt lohnt!

 

Die aktuelle Marktsituation von Pflegeimmobilien in Bayern lässt sich aufgrund demografischer Entwicklungen gut einschätzen. Der Hauptgrund findet sich im steigenden Bedarf an Pflegeheimen, voraussichtlich mit steigender Tendenz innerhalb der nächsten 20 Jahre. Viele ältere Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen entsprechen zudem nicht mehr den gesetzlich vorgeschriebenen Standards, was auf einen Anstieg von Ersatzbauten und neuer Einrichtungen hinweist.

 

Der Markt privater Pflegeheimanbieter steigt, vor allem seitens Bauträger oder Projektgesellschaften. Betreiber von Seniorenresidenzen mieten diese nach Fertigstellung für lange Zeiträume an. Bis zum Jahr 2030 werden knapp 180.000 zusätzliche Pflegeplätze benötigt, je nach Region, jedoch aber vorwiegend für Berlin, München, Bremen und anderen größeren Städten und Kreisen. Vor allem NRW, Bayern und Baden-Württemberg prognostizieren den derzeit höchsten Zusatzbedarf.

 

Natürlich unterliegen detaillierte Prognosen einem ständigen Wandel, trotzdem lässt sich mit Sicherheit festhalten, dass zukünftige Engpässe zu erwarten sind und ein Ausbau der Kapazitäten von Nöten sein wird.

 

Die größten Vorteile beim Kauf einer Pflegeimmobilie

 

Die Vorteile beim Kauf einer Pflegeimmobilie beziehen vor allem auf die attraktive Rendite durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Immobilie selbst und orientieren sich um 4%. Doch schon beim Kaufpreis zeichnet sich der Vorteil durch einen provisionsfreien Erwerb aus, da die Pflegeappartements in der Regel direkt vom Bauträger erworben werden.

 

Sie profitieren zudem von langfristig und indexierten Mieteinnahmen, wobei die Vermietung durch den Eigentümer direkt an den Betreiber des Pflegeheims erfolgt. Ein langer Mietvertrag und jährliche Mietanpassungen sorgen für die nötige Planbarkeit und Sicherheit. Anleger tragen kein Mietausfallrisiko. Dies ist gesetzlich durch das XII Sozialgesetzbuch abgesichert.

 

Wer sich später für den Verkauf einer Pflegeimmobilie entscheidet, der kann mit Gewinnen rechnen, da durchaus aufgrund der Marktbedingungen mit Wertsteigerungen zu rechnen ist. Und sogar steuerliche Vorteile lassen sich benennen: Abschreibungen auf das Objekt, sowie Zinsen bei Fremdfinanzierung, sind steuerlich abzugsfähig. Bei möblierten Appartements kann sogar das bewegliche Inventar auf 10 Jahre abgeschrieben werden. Zusätzlich sind weitere Abschreibungen auf die Außenanlagen möglich. Hinzu kommt, dass nach zehnjähriger Spekulationsfrist, der Gewinn bei einem Wiederverkauf, steuerfrei ist.

 

Was den Verwaltungsaufwand oder eventuell anfallende Zusatzkosten für Vermieter betrifft, so finden wir auch hier Vorteile, die unter normalen Vermietungsumständen nicht geben würde. Beispielsweise obliegt die Verwaltung des Objekts dem Betreiber, nicht Ihnen als Vermieter. Und auch die Kosten aufgrund von etwaigen Mängeln, halten sich durch die fünfjährige Gewährleistungsfrist des Bauträgers in Grenzen.

 

Vertraglich wird Ihnen als Investor oder Anleger sogar ein Belegungsrecht der Immobilie zugesprochen. Sollten Sie oder Familienangehörige später einmal selbst in das Appartement einziehen wollen, so wäre dies unproblematisch möglich. Ist die eigene Einheit belegt hat man Anspruch auf eine Einheit in dem Heim. Weiter hat man auch die Möglichkeit auf Einzug  in einem Heim indem der Betreiber der Immobilie, die man erwirbt, ein weiteres Heim in Deutschland bewirtschaftet auch dort ein vorbelegtes Belegungsrecht zu erhalten.

 

Sprich: Pflegeeinheit gekauft in Bonn, Betreiber hat eine weitere Immobilie in Augsburg zur Bewirtschaftung, so kann man auch in Augsburg einziehen.

 

Was die staatlichen Förderungen bei Pflegeimmobilien betrifft, so übernimmt der Staat die Miete bei Leerstand oder Zahlungsunfähigkeit des Bewohners. Die Förderung kommt hier zwar zunächst dem Betreiber zugute, allerdings profitieren Sie aufgrund des geringeren Insolvenzrisikos der Einrichtung.

 

Plegeheim

 

Was muss ich bei der Kapitalanlage Pflegeimmobilie beachten?

 

Sich von all den vielen Vorteilen beim Kauf einer Pflegeimmobilie blenden zu lassen, ist nicht der richtige Weg. Den wenigsten Anlegern ist schließlich bewusst, dass sie nicht in eine typische Wohnimmobilie investieren, sondern derartige Immobilien an unternehmerische Beteiligungen geknüpft sind. Der Erfolgt steht und fällt somit mit dem Betreiber des Pflegeheims. Die Branche boomt zwar, dennoch muss ein Heim aufgrund der Konkurrenz auch wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden. So dürfen sinkende Belegungsquoten einiger Betreiber nicht einfach übersehen werden.

 

Rund 7% aller Pflegeheime gelten als insolvenzgefährdet, 21% werden als unsicher eingestuft, viele Heime gingen in der Vergangenheit pleite. Und dann? Dann müssen neue Betreiber gesucht werden, wobei alle Einzelinvestoren zustimmen müssen – andernfalls steht ein Heim jahrelang leer. Insgesamt ist die Ausfallwahrscheinlichkeit trotz dieser Zahlen und Fakten sehr gering. Dennoch stagnieren in einigen Pflegeheimen die Einnahmen, während die Kosten steigen. Gerade Immobilien aus den 80er Jahren mit hohem Investitionsbedarf haben es also schwer.

 

Pflegeimmobilie gleich Risiko?

 

Anleger dürfen sich nicht von den hohen Gewinnen locken lassen, sondern sich nach einer Pflegeimmobilie umsehen, die mit ebenerwähnten Problemen nicht zu kämpfen hat. Ob sich eine Immobilie – auch im Bereich Pflege- und Altersheim – zum Kauf lohnt, entscheidet nicht selten die Lage und die vorhandene Infrastruktur. Pflegeimmobilien sollten in einem Einzugsgebiet von mindestens 25.000 Einwohnern liegen. Außerdem gilt es darauf zu achten, inwiefern in der jeweiligen Region eine Unterdeckung herrscht. Erstellen Sie eine Bedarfsermittlung und holen Sie sich zusätzliche Informationen beim zuständigen Landratsamt ein.

 

Und: Die Größe des Pflegeheims sollte einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb möglich machen. Große Heime stehen einem erhöhten Risiko für Überkapazität gegenüber, während kleine Häuser weniger rentabel sind. 80 – 120 Appartements in einem Pflegeheim in guter Region sind zu empfehlen.

 

Als potenzieller Investor sollten Sie unbedingt die entsprechend benötigten Referenzen des Bauträgers prüfen. Heißt, dieser sollte Erfahrungen in Sachen Anforderungen zur Barrierefreiheit oder altersgerechtem Bauen haben.

 

Generell besteht natürlich immer das Risiko einer Insolvenz durch den Heimbetreiber. Auch unseriöse Geschäftsabläufe führten in der Vergangenheit dazu, dass Pflegebetrieben die Betriebserlaubnis entzogen wurde. Anleger sollten sich also ein Bild von der Seriosität des Betreibers machen, darauf achten, dass der Betreiber bereits mehrere Jahre erfolgreich auf dem Markt positioniert ist. Auch überregional gemeinnützige Betreiber mit öffentlich-rechtlichen Gesellschaftern, gelten als sicher.

 

Prüfen Sie die Voraussetzungen und die enthaltenen Angaben der Pflegeimmobilie und ziehen Sie einen Fachmann hinzu, wenn der Kauf einer Pflegeimmobilie für Sie attraktiv erscheint. Im Anschluss können Sie sich Angebote seitens Ihres Kreditinstituts einholen, sollten Sie die Immobilie fremdfinanzieren wollen. Auch hier gilt zu bedenken, dass aktuell niedrige Zinsen, womöglich nicht für die spätere Anschlussfinanzierung gilt.

 

Was ist der Unterschied zwischen Pflegeheim und betreutem Wohnen?

 

Bewohner eines Pflegeappartements erhielten zuvor gemäß der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Pflegestufe, mindestens Stufe 1, zugesprochen. Erst dann können die Angebote in einem Pflegeheim überhaupt in Anspruch genommen werden. Im betreuten Wohnen gilt diese Voraussetzung nicht, jedoch können Bewohner hier diverse Zusatzleistungen nutzen.

 

Für Sie als Käufer einer Pflegeimmobilie bedeutet das, dass beim betreuten Wohnen, die typischen Risiken als Vermieter, bestehen bleiben. Also Leerstand, ausbleibende Mitzahlungen oder Mieterwechsel.

 

Lenhart Immobilien greift hier noch einmal weiter und bietet Ihnen dennoch Angebote, bei denen dennoch Mietgarantie gilt, da bestimmte Voraussetzungen erfüllt worden sind und die soziale Förderung laut Gesetzgeber greift.

 

Instandhaltung und Sanierung wird in diesen Betreutes-Wohnen-Einheiten auch vom Betreiber übernommen. Und um den Mieter muss man sich auch nicht kümmern. Hierdurch entsteht ein sehr geringes Risiko ähnlich der Pflegeappartements.

 

Auch in den Bereichen Instandhaltung oder Sanierung müssen Sie sich selbst kümmern. Pflegeappartements hingegen werden durch den Betreiber getragen, also auch in Sachen Risiken oder dem verwaltungstechnischen Aufwand.

 

Hände

 

Unterschiede zwischen Pflegeheim & Betreutes Wohnen

 

Pflegeheime vermieten einzelne Betten oder zumeist vollmöblierte Zimmer. Hier ist es eher unüblich, dass Bewohner eigene Möbel mitbringen, was den Einzug in ein Pflegeheim eher einem Hotelaufenthalt ähnelt. Auch deshalb, weil eine Selbstversorgung in der Regel nicht vorgesehen ist. Grund hierfür sind die jeweiligen Pflegegrade, welche es den Bewohnern gar nicht mehr ermöglichen, sich selbst vollständig zu versorgen.

 

Das Pflegeheim gibt außerdem einen bestimmten Tagesablauf vor. Ganz im Sinne des Sozialgesetzbuches, unterliegen die Pflegebedürftigen der ständigen Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft. Diese pflegen – je nach Pflegegrad – die Bewohner rund um die Uhr und sind Ansprechpartner. Als „Hausherr“ wird das Heim genannt, sämtliche Anforderungen an das Pflegeheim sind gesetzlich streng geregelt. Kontrolliert und beaufsichtigt werden die Einhaltungen durch Behörden oder Organisationen.

 

Betreutes Wohnen bedeutet Leben in einer Wohnung oder einem Appartement, welches normalerweise vom Bewohner selbst möbliert und eingerichtet wird. Die meisten Wohnungen sind mit eigenen Küchen versehen und der Bewohner nutzt diese selbstständig. Generell lebt er unabhängig und selbstständig, zumindest soweit er entsprechende Leistungen und Angebote nicht nutzt. Je nach Anbieter kann die Pflege und Betreuung, bis hin zur Vollversorgung, abgerufen werden.

 

Die Wahl des Pflegeanbieters ist dabei frei, so kann ein Bewohner beispielsweise Leistungen des ambulanten Pflegedienstes in Anspruch nehmen. Die Inanspruchnahme einer Pflegedienstleistung ist aber hier keine Voraussetzung für die Bewohnung. Der Bewohner selbst ist der „Hausherr“ und es gibt keine gesetzlichen Regelungen für Anlagen, welche Betreutes Wohnen anbieten. Auch der Begriff ist nicht geschützt. Allerdings steht es Betreibern frei, die Einhaltung von Qualitätsnormen überprüfen und sich zertifizieren zu lassen.

 

Wo kann ich eine Pflegeimmobilie kaufen?

 

Für Pflegeimmobilien gibt es einen großen und völlig eigenen Marktplatz. Immerhin handelt es sich um eine möglicherweise sehr rentable Investition, sofern Sie sich nicht völlig unvorbereitet auf diese einlassen. Generell finden sich in jedem Ort diverse Angebote, wobei Sie den Kauf natürlich auch von der jeweiligen Lage abhängig machen sollten. Im Internet finden Sie verschiedene Plattformen mit entsprechenden Angeboten und natürlich macht es Sinn, diese untereinander zu vergleichen. Ziehen Sie idealerweise den „Makler Ihres Vertrauens“ in Ihre Suche mit ein, um hier wirklich alle Faktoren zu berücksichtigen.

 

Gibt es alternative Anlagen in den Pflegemarkt?

 

Fondslösungen gelten als nachhaltige und alternative Investition in den Pflegemarkt. Anleger, welche kleinere Summen anlegen und sparen möchten, können sich an geschlossenen oder offenen Fonds beteiligen. Der Vorteil: Das ohnehin geringe oder gut einschätzbare Risiko, lässt sich noch einmal breiter streuen.

 

Sehr viele offene Fonds investieren inzwischen in eine Vielzahl an Pflegeimmobilien oder auch Sozialimmobilien. So auch in Reha-Kliniken, Kindertagesstätten oder Krankenhäuser. Die Bewirtschaftung der Pflegeheime bleibt bei den offenen Fonds bei den Betreibern. Sie als Investor wählen lediglich die Immobilie aus, die auf lange Sicht den größten Gewinn abwirft.

 

Größere Investoren kaufen für meist hohe Beträge mehrere Pflegeheime und bündeln diese zu einem geschlossenen Fonds. Nach beispielsweise 20 Jahren werden die Gewinne aus dem Verkauf der Immobilien an die Anleger ausgeschüttet, ebenso wie natürlich währenddessen die erwirtschafteten Gewinne. Aber: Mindestanlagesummen sind hier höher, die Laufzeit ist bindend und meist sehr lang.

 

Selbstverständlich gibt es auch diverse Aktien aus dem Pflegebereich, was häufig mit höheren Gewinnen einhergeht, als mit Fonds. Allerdings sei auch hier das Risiko zu erwähnen, denn auch die Aktiengesellschaften tun sich im Pflegebereich schwer.

 

Fazit – Eine Investition mit sozialem Engagement

 

Generell gilt, ähnlich wie bei jedem Immobilienkauf: Informieren Sie sich vor Ort, lassen Sie sich einen möglichst tiefen Einblick in die finanzielle und wirtschaftliche Situation der Einrichtungen geben und holen alle nötigen Informationen im Vorfeld ein. Gehen Sie nicht blind in die Investition, sehen Sie nicht nur die vielen Vorteile und lassen Sie sich beim Kauf eines Pflegeappartements auf jeden Fall von einem Spezialisten beraten.

 

Wir beraten Sie gerne zum Thema Pflegeimmobilien. Unsere Pflegeimmobilien sind handverlesen und wurden von uns im Vorfeld schon durch eine Risikobewertung klassifiziert.

 

Dann investieren Sie in jedem Fall in einen wachsenden Markt, denn schon im Jahr 2040 werden rund 5,6 Millionen Menschen über 80 Jahre leben. Eine Generation, die auf professionelle Pflege angewiesen sein wird. Aber eine Generation, die in modernen Pflegeeinrichtungen leben will, welche ihnen ein selbstbestimmtes und aktives Leben ermöglicht.

Immobilie verkaufen - aber nur mit diesen Tricks!

Wer seine Immobilie verkaufen möchte, der sollte nicht blindlings eine Anzeige inserieren und nach Käufern suchen. Die gibt es zwar je nach Lage wie Sand am Meer, trotzdem sollten ein paar essenzielle Fragen vor dem Immobilienverkauf geklärt sein. So gibt es ein paar Besonderheiten, auf die Sie beim Verkauf unbedingt achten müssen. Angefangen vom richtigen Zeitpunkt des Verkaufs, über steuerliche Aspekte, bis hin zur Frage nach einem möglichen Gewinn.

 

Gute Vorbereitung ist alles – das sollten Sie abklären!

 

Vor allem dann, wenn auf der zu verkaufenden Immobilie noch ein Kredit lastet, sollte die Frage nach der Anschlussimmobilie gestellt werden. Möchten Sie zukünftig eine Wohnung mieten oder ein anderes Objekt kaufen?

 

Wichtig an dieser Stelle sind die geltenden Voraussetzungen, wenn Sie eine vorzeitige Kreditauflösung anstreben. Lohnt sich der Verkauf trotz zu zahlender Vorfälligkeitsentschädigung?

 

Unbedingt in Erfahrung zu bringen sind außerdem der Wert Ihrer Immobilie. Ein Verkauf macht erst Sinn, wenn Sie den Immobilienwert genau ermitteln konnten. Tatsächlich benötigen Sie hierfür meist Unterstützung durch einen Experten.

 

Stellen Sie alle notwendigen Verkaufsunterlagen zusammen und gehen Sie folgende Fragen Schritt für Schritt durch:

  • Wie soll meine zukünftige Wohnsituation aussehen? (Mieten oder kaufen)
  • Wie viel ist meine Immobilie wirklich wert? (Immobilienbewertung)
  • Verkaufen Sie das Inventar der Immobilie mit?
  • Welche Instandhaltungskosten verursachte die Immobilie in der Vergangenheit? (Aufstellungen)
  • Wie ist es um den Renovierungsbedarf der Immobilie bestellt?
  • Sind Versicherungsunterlagen, Teilungserklärungen oder Hausgeldabrechnungen vollständig?
  • Gibt es Personen mit einem Vorkaufsrecht auf die Immobilie?
  • Sind Unterlagen wie Flurkarte, Grundbuchauszug, Grundrisse und Energieausweis vollständig vorhanden?
  • Verlangt meine Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung durch Auflösung des bestehenden Kredits?
  • Bitte zusätzlich ebenfalls die gesetzlichen Rahmenbedingungen denken (z.B. Energieausweis bzw. Gebäudeenergiegesetz)

 

Wann sollte ich meine Immobilie verkaufen?

 

Viele Verkäufer von Immobilien denken außerdem über den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf nach. Natürlich sollten Sie möglichst dann verkaufen, wenn sich die Immobilienpreise auf einem zyklischen Hoch befinden. Und auch bei vermieteten Objekten macht es Sinn, diese erst in leerstehendem Zustand anzubieten.

 

Schwieriger kann es natürlich werden, wenn es sich um ein besonderes Objekt handelt und Sie womöglich einen Bauernhof verkaufen oder ein Ferienhaus verkaufen wollen.

 

Der Verkaufsmonat spielt hingegen wirklich keine Rolle, denn Personen auf der Suche nach einer Immobilie, suchen das ganze Jahr über. Klar ist aber auch, dass sich gerade Objekte mit Gärten und Terrassen besonders schön im Sommer präsentieren lassen.

 

Immobilie verkaufen Haus

Immobilie verkaufen, vermieten oder doch selbst nutzen?

 

Immobilie verkaufen oder vermieten? Es gibt viele Gründe für Eigentümer, sich diese Frage zu stellen. Und keine Frage, beide Optionen bieten gewisse Vor- und Nachteile:

 

Vor- und Nachteile für die Vermietung einer Immobilie

 

Lukrative Gewinne sind meist der Grund für den Kauf einer Immobilie und die anschließende Vermietung. Wer hier seine Rendite berechnen möchte, der setzt die jährlichen Mieteinnahmen ins Verhältnis zum Kaufpreis. In der Regel ist die Rendite dann höher als bei anderen typischen Geldanlagen. Zudem sind sie inflationssicher und zuverlässig in Sachen Einnahmequelle – die perfekte Altersvorsorge!

 

Es gibt jedoch noch weit mehr gute Gründe, seine Immobilie zu vermieten:

 

  • Die perfekte Altersvorsorge, wenn Sie die Immobilie später selbst bewohnen möchten
  • Wertsteigerung in der Zukunft zu erwarten
  • Dauerhafter Mieterlös anstelle einmaligem Verkaufserlös
  • Instandhaltungskosten können ohne weitere Kreditaufnahme bewerkstelligt werden
  • Die Spekulationsfrist von 10 Jahren ist noch nicht abgelaufen, sodass bei einem Verkauf, Spekulationssteuer bezahlt werden müsste
  • Mietimmobilien in der Gegend obliegen einer hohen Nachfrage

 

Aber: die Vermietung einer Immobilie geht auch mit laufenden Pflichten einher, dessen Aufwand und Investitionen nicht zu unterschätzen sind. Auch die Suche nach einem zuverlässigen Mieter kann schwierig sein. Im schlimmsten Fall bekommen Sie es mit einem Mietnomaden und damit Mietausfällen zu tun.

 

Wichtig: Denken Sie auch an die jeweiligen Anforderungen einer Vermietbarkeit des Objektes und achten Sie auf die Mietpreisbremse. Diese gilt nur dort, wo es auch einen qualifizierten Mietspiegel gibt.

 

Und auch Leerstand aufgrund anderer Umstände können finanziell ganz schön zu Buche schlagen. Es ist absolut nicht einfach, die richtige Höhe der Miete zu berechnen, die jährlichen Heiz- und Betriebskosten des Mieters, sowie die Kosten für das Finanzamt zu dokumentieren.

 

Es fallen Reparatur- und Wartungsarbeiten an und der Vermieter muss sich um Schadensbeseitigung kümmern, bzw. diese bezahlen. Gründe, welche für eine Vermietung sprechen, sollten also immer den Nachteilen einer Vermietung gegenübergestellt werden.

 

Vor- und Nachteile für den Verkauf einer Immobilie

 

Wer keine Zeit oder finanziellen Mittel für die Verwaltung und Instandhaltung einer Immobilie hat, für den bietet sich ein Verkauf an. Eine gute Alternative zur Vermietung? In diesen Fällen schon:

 

  • Die Mietrendite ist geringer als die Erträge aus anderen Geldanlagen
  • Geld für Modernisierungsmaßnahmen oder Instandhaltungen fehlen
  • Mit dem Verkaufserlös lässt sich ein Kredit tilgen
  • Sie benötigen auf der Stelle eine hohe Summe Geld, um sich ein anderes Projekt finanzieren zu können
  • Die Immobilie ist seit mindestens 10 Jahren in Ihrem Eigentum und Sie brauchen keine Steuerzahlungen befürchten
  • Vermietete Wohnung verkaufen: Die Immobilie steht leer, was sich wertsteigernd auf die Immobilie auswirkt.

 

Die Nachfrage an Immobilien ist in gewissen Regionen enorm hoch. Dies führt dazu, dass die Verkaufspreise höher sind als in anderen Gebieten. Das können Sie sich zu Nutze machen und einen hohen Erlös aus dem Verkauf herausholen. Ist dies der Fall, so spricht nichts dagegen, sein Haus schnell verkaufen zu können.

 

Natürlich spielen auch immer steuerliche Aspekte eine Rolle, wenn es um die Frage „Vermietung oder Verkauf“ geht. Wer sein Objekt per Kredit finanziert, der profitiert bei der Vermietung aufgrund des steuerlichen Vorteils.

 

Wer zahlt bei einem Hausverkauf den Makler?

 

Seit Einführung des Bestellerprinzips zahlt bei einer Immobilienvermietung der Vermieter die Maklerprovision. Aber gilt dies auch beim Verkauf seines Hauses? Tatsächlich gibt es hier gewisse Neuerungen, die es zukünftig zu berücksichtigen gilt:

 

Immobilienmakler haben einen Anspruch auf eine Maklerprovision, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu gehören ein gültiger Maklervertrag und der Umstand, dass der Makler seiner Maklertätigkeit auch nachweislich nachgekommen ist. Heißt, es kam zu einem Kaufvertrag oder Mietvertrag.

 

Immobilie verkaufen Handschlag

 

Bestellerprinzip auch beim Immobilienverkauf?

 

Um Immobilienkäufer zu entlasten, verlangen diverse politische Parteien eine Deckelung der Maklerprovision. Andere wollten die Kaufnebenkosten durch einen Freibetrag in der Grunderwerbssteuer entlasten. Aber: Ein reines Bestellerprinzip konnte beim Immobilienverkauf nicht umgesetzt werden. Einen Kompromiss gibt es dennoch:

 

Im Rahmen des Wohnpakets einigte man sich darauf, dass sich Käufer und Verkäufer die anfallenden Maklerprovisionen teilen sollen. Vor allem Immobilienkäufer in bestimmten Bundesländern wie Hamburg, Bremen, Berlin oder Hessen dürften sich freuen.

 

Ab dem 23. Dezember 2020 wird diese Neuregelung dann auch in Kraft treten. Zukünftig wird es also drei Varianten von Provisionsvereinbarungen geben:

 

  1. Der Makler schließt einen Vertrag mit Käufer und Verkäufer ab und vereinbart eine Doppelprovision. Dies wird künftig auch die häufigste Vorgehensweise sein – Verkäufer und Käufer teilen sich die Maklerprovision 50:50 beim Wohnungs- oder Hauskauf.

 

  1. Der Verkäufer schließt einen Vertrag mit dem Makler und verpflichtet sich zur Übernahme der Provisionskosten. Später holt er sich dann einen Teil davon vom Käufer zurück. In diesem Fall vertritt der Makler nur den Verkäufer und der Käufer verpflichtet sich lediglich, später einen Teil der Kosten zu tragen. Der Verkäufer kann also mehr als die 50% aus der Regelung tragen, wenn er dies möchte.

 

  1. Entweder der Verkäufer übernimmt die volle Provision, oder der Käufer tut dies. Einen Zwang zur Doppelprovision wird es nicht geben. So vereinbaren Makler und Verkäufer eine reine Innenprovision und der Verkäufer zahlt beispielsweise 6% des Kaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer.

 

Auch reine Außenprovisionen sind zulässig, wenn der Käufer einen provisionspflichtigen Suchauftrag erteilt und der Makler das Objekt noch nicht akquiriert hat.

 

Wichtig: Die neue Regelung gilt ausschließlich für den Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern (auch Doppelhaushälften und Reihenhäuser). Auch dann, wenn ein Objekt zum Verkaufszeitpunkt vermietet ist. Unbebaute Grundstücke, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien, sind von der Regelung ausgenommen.

 

Kann man eine Immobilie steuerfrei verkaufen?

 

Steuern sind beim Immobilienkauf- oder verkauf ein großes Thema. Immerhin mindert die Steuerzahlung den Gewinn. Generell sind Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerpflichtig, wobei auch der Verkauf einer Immobilie gehört. Es gibt jedoch eine Ausnahme:

 

Liegen zwischen Anschaffung / Bau der Immobilie und dem Verkauf dieser, mindestens 10 Jahre, so muss der Erlös daraus nicht versteuert werden. Innerhalb dieser Spekulationsfrist fallen hingegen Steuerzahlungen an, sofern das Objekt dann verkauft wird und der Verkäufer einen Gewinn einfährt.

 

Wichtig: Ausschlaggebend ist das Beurkundungsdatum der entsprechenden Kaufverträge.

 

Ebenfalls steuerfrei bleibt der Verkauf, wenn Sie die Immobilie bis zum Verkaufszeitpunkt selbst bewohnt haben.

 

Sonderregelung Eigennutzung von Haus oder Wohnung

 

Es kommt also auch innerhalb der Spekulationsfrist dazu, dass der Gewinn aus dem Verkauf nicht zwangsläufig besteuert werden muss. Nämlich dann, wenn das Objekt zeitweise oder komplett selbst genutzt wurde. Zeitweise deshalb, weil Sie nicht ab dem Kauf selbst in der Immobilie wohnen müssen. Sie können sich also 2020 ein Haus kaufen, erst 2024 selbst dort einziehen und es zwei Jahre später steuerfrei verkaufen.

 

Wie viel Steuern bezahle ich beim Hausverkauf?

 

Die Höhe des Wertzuwachses und der persönliche Einkommenssteuersatz entscheiden über die Höhe der zu entrichtenden Steuern. Haben Sie das Haus oder die Wohnung vermietet, so werden die Anschaffungskosten durch die Abschreibungen vermindert.

 

Für die Berechnung nehmen Sie zunächst den Veräußerungserlös Ihrer Immobilie und ziehen von diesem Betrag Anschaffungskosten und Veräußerungskosten ab. Das Ergebnis beziffert den zu versteuerten Gewinn. Anhand Ihres persönlichen Steuersatzes (zum Beispiel 40%) können Sie nun den Anteil der zu zahlenden Steuer berechnen.

 

Und was ist, wenn ich durch den Immobilienverkauf Verluste erzielt habe?

 

Laut Einkommenssteuergesetz können Verluste nur bis zur Höhe des Gewinns, welche Sie im gleichen Kalenderjahr aus privaten Geschäften erzielt haben, ausgeglichen werden. Die Verluste können Sie nicht aus privaten Veräußerungsgeschäften mit Einkünften anderer Arten verrechnen.

 

Sie können einen Verlust also nur geltend machen, wenn sie einen Gewinn aus einem gleichartigen Geschäft gezogen haben. Dann können Sie die Steuerlast aus diesem Gewinn senken.

 

Immoblie verkaufen Schlüssel

 

Immobilie verkaufen – mit oder ohne Gewerbe?

 

Private Verkäufe von Immobilien sind in der Regel steuerfrei – es gibt jedoch Abgrenzungen zum gewerblichen Immobilienhandel, die Sie als Steuerzahler kennen sollten. Denn: Wer mit dem Verkauf von Eigentumswohnungen, Häusern oder Grundstücken Geld verdient, der muss Steuern bezahlen.

 

Doch wann beginnt der gewerbliche Immobilienhandel?

 

Von gewerblichem Immobilienhandel spricht man nicht etwa dann, wenn Sie eine Gewerbeimmobilie verkaufen. Sondern dann, wenn Sie mehr als drei Immobilien innerhalb von fünf Jahren nach der Anschaffung wieder veräußern.

 

Der Grund für den Haus- oder Wohnungsverkauf ist dabei irrelevant. Natürlich wird das Finanzamt nicht von einem gewerblichen Immobilienhandel ausgehen, wenn Sie seit über fünf Jahren in Ihrem Haus wohnen und dieses schlussendlich verkaufen. Anders könnte dies aber bei Mehrfamilienhäusern mit mehreren Einheiten aussehen.

 

Steuerzahler sollten also unbedingt die Grenzwerte kennen und berücksichtigen, wenn Sie Ihre Immobilie richtig verkaufen wollen. Auszugehen ist also von der 3-Objekt-Grenze. Außerdem geht es hier dann nicht nur um die Einkommenssteuer, sondern auch um die Gewerbesteuer.

 

Handeln Sie aus Sicht des Finanzamtes gewerblich im Immobilienbereich, so müssen Sie zudem Buch führen und Bilanzierungen aufstellen. Sicherlich ist es aber so, dass auch Ausnahmeng gelten. Etwa dann, wenn Objekte aufgrund einer Scheidung verkauft werden müssen und auch Erbschaften gehören nicht in diese Kategorie.

 

Immobilie verkaufen unter allen Berücksichtigungen

 

Es gibt viele gute Gründe, seine Eigentumswohnung verkaufen zu wollen, ebenso, wie Sie vielleicht Ihr Grundstück verkaufen oder Ihr Haus verkaufen möchten. Aber auch einige, die womöglich dagegensprechen.

 

Berücksichtigen Sie stets steuerliche Aspekte und unterschätzen Sie den Aufwand und die Kosten bei einem Immobilienverkauf nicht. Eine Immobilie verkaufen ohne Makler spart zwar kosten, kann Sie aber um mehrere tausend Euro bringen, wenn Sie dies mit wenig Erfahrung tun.

 

Gehen Sie den Immobilienverkauf richtig an, nehmen Sie sich Zeit zur Vorbereitung und bedenken Sie die Option der Vermietung.

Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte oder den langersehnten Hauskauf plant, der wird von seinem Traumobjekt ganz genaue Vorstellungen haben. Schließlich soll es sich dabei um eine Investition fürs Leben handeln, egal ob Sie später selbst einziehen, oder das Objekt gewinnbringend vermieten wollen.

 

Für Fragen zur Wohnung oder zum Haus ist der Immobilienmakler der erste Ansprechpartner – doch welche Fragen sollten Sie ihm unbedingt stellen? Wir haben in unserem Artikel "Fragen an Immobilienmakler - Das sollten Sie unbedingt beachten!" die essenziellsten Fragen für Sie zusammengefasst.

 

Fragen zukünftiger Eigentümer vor der Immobiliensuche

 

Sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen kann für jeden völlig unterschiedlich begründet sein. Die einen möchten mit ihrer Familie selbst einen langfristig festen Wohnort in den eigenen vier Wänden haben, andere suchen nach einer passenden Investition für die Altersvorsorge.

 

Wohnungen werden häufig als Anlageobjekt genutzt und später vermietet – oder direkt selbst bezogen. Je nach Kaufhintergründe sollten Sie sich selbst einige Fragen stellen, ehe Sie mit der Suche nach dem passenden Objekt beginnen.

 

Fragen an Immobilienmakler Nachbarschaft

 

Wohnort / Lage

Die perfekte Lage einer Immobilie entscheidet vor allem bei Anlegern über die zukünftige Rendite. Aber auch dann, wenn Sie die Immobilie selbst mit Ihrer Familie beziehen möchten, sollten Sie sich Fragen zum Standort stellen. Allem voran: Möchten Sie zukünftig in der Stadt wohnen oder lieber ein idyllisches Leben auf dem Land leben? Soll die Wohnung oder das Haus im Zentrum liegen oder etwas außerhalb?

 

Je nach Lage und Umgebung variieren natürlich auch die Kaufpreise. Für Anleger sind Objekte inmitten der Stadt und mit perfekter Infrastruktur interessant. Familien zieht es eher in die ländlichere Region.

 

Persönliche Umstände

Bei der Suche nach Ihrem Traumobjekt überlegen Sie vorher inwiefern Sie bereit sind Ihre jetzige Umgebung zu verlassen. Oder aber, ob es nicht sogar gute Gründe dafür gibt in eine andere Stadt oder Region zu ziehen.

 

Eine bessere Infrastruktur, kürzere Fahrtwege zur Arbeitsstelle, attraktivere Wohnumgebung oder mehr Nähe zu Freunden und Verwandten – binden Sie diese Fragen in Ihre Suche mit ein. Und machen Sie nur dann Abstriche wenn Sie damit auch langfristig zurechtkommen!

 

Alt- oder Neubau

Auch die Art des Objekts kann die Suche nach der perfekten Immobilie eingrenzen, wobei Sie stets die Vor- und Nachteile von Alt- und Neubau in Betracht ziehen sollten. In einer Altbauwohnung müssen Sie mitunter vieles renovieren, was wiederum die eine oder andere Herausforderung mitbringt. Neubauten beispielsweise vereinfachen diverse Vorhaben, etwa in Sachen Installationen. Und oft werden diese Objekte bereits bezugsfertig angeboten. Wie viel Zeit und zusätzliches Geld wollen Sie demnach in Ihre Immobilie stecken?

 

Wohneinheiten

Wer nach einer Wohnung sucht, der wird wahrscheinlich Nachbarn haben, denn Eigentumswohnungen werden oft innerhalb größerer oder kleinerer Wohneinheiten verkauft. Wie viele Wohnungen dürfen es also höchstens sein?

 

Kinder

Wer Kinder hat oder in naher Zukunft plant, der sollte sich auch hier Gedanken um Angebote rund um die zukünftige Eigentumswohnung machen. Immerhin benötigen Sie mit Kindern mindestens Kindergärten und Schulen, welche auch für die Kleinen schnell zu erreichen sind. Ebenso sind Spielplätze in der Nähe oder Sportanlagen und Vereine wichtig.

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist mitunter entscheidend für den Kauf einer Immobilie. Spätestens dann, wenn Kinder den Ort verlassen müssen um in eine weiterführende Schule zu gelangen. Oder aber, wenn ein Teil der Familie nicht mit dem Auto in die Arbeit fahren kann.

 

Einkaufsmöglichkeiten

Einen Haushalt zu führen bedeutet auch, passende Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zu haben. Wer alle zwei bis drei Tage, 30 Minuten einfach von der Wohnung zum nächsten Supermarkt fahren muss, wird vielleicht die Freude am Eigentum verlieren.

 

Supermärkte, Bekleidungsgeschäfte oder Drogerien sind allerdings selbst in ländlichen Regionen sehr gut vertreten. Der Grund: Ländlichere Regionen werden bei Familien immer beliebter, sodass sich hier die Infrastruktur massiv ausgebaut hat.

 

Finanzen / Vermietung

Natürlich müssen Sie sich unterm Strich die Frage stellen, wie viel eine Wohnung inklusive aller Kaufneben- und Renovierungskosten kosten darf. Und mit Sicherheit gibt es – je nach Spielraum – den einen oder anderen „Abstrich“, den Sie dann machen müssen.

 

Sollten Sie lhr Objekt mittelfristig weiterverkaufen wollen, so achten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung darauf, dass das Objekt auch für Mieter und zukünftige Käufer interessant ist. Stellen Sie sich die Frage nach der Zielgruppe Ihrer Wohnung und erkundigen Sie sich beim Bauamt nach geplanten Bauvorhaben in der Nähe des Objekts.

 

Wichtig wäre es hier, den Wert der Immobilie auch langfristig zu halten und bestenfalls steigern zu können. Sollten Sie das Objekt gar nicht selbst beziehen wollen, so sollte diese möglichst gut und schnell von Ihrem eigenen Wohnort entfernt liegen.

 

Fragen an Immobilienmakler Doppelhaus

 

Checkliste zur Wohnungssuche – Fragen zu Zustand und Ausstattung

 

Die gute Nachricht: Es ist einfacher eine Wohnung zu kaufen, als eine zur Miete zu bekommen. Dennoch ist es wichtig, bei der Besichtigung alle möglichen Informationen zu erhalten, um darauf basierend später eine Kaufentscheidung treffen zu können. Hier müssen Sie sich wirklich auf die Fakten konzentrieren und sich nicht vom „Schöngerede“ des Maklers blenden lassen. Es geht hier immerhin um Ihr Geld, um viel Geld!

 

Tipp: Gehen Sie immer tagsüber zur Wohnungsbesichtigung, sodass Sie ein realistisches Bild der Wohnung bekommen. Wie fällt das Licht in die Zimmer, wie scheint die Sonne und wie günstig oder ungünstig liegen Balkon oder Terrasse?

 

Bereiten Sie sich auf den Besichtigungstermin vor. Sollten Sie sich unsicher sein, so nehmen Sie idealerweise einen unabhängigen Sachverständigen mit zum Termin. Dieser kann die Wohnung auf Herz und Nieren prüfen, ohne voreingenommen zu sein.

 

Achten Sie darauf, dass die gemachten Angaben im Exposé auch wirklich den tatsächlichen Maßen entsprechen. Berücksichtigen Sie etwaige Mängel, machen Sie Fotos und schätzen Sie den eventuellen Renovierungsbedarf realistisch ein. Das Bauchgefühl kommt ganz zum Schluss!

 

Folgende Fragen sollten Sie dem Immobilienmakler zum Außenbereich stellen:

 

  • In welchem Jahr wurde das Haus erbaut?
  • Um welche Art von Haus handelt es sich? (Verputztes oder unverputztes Massivhaus, Fertighaus oder Holzhaus?)
  • Welche Modernisierungsmaßnahmen wurden binnen der letzten Zeit durchgeführt?
  • Wurde das Objekt nebst Grundstück gepflegt?
  • Welche Mängel weist das Objekt auf?
  • Gab es oder gibt es aktuell Probleme mit Nässe, Schwamm oder Schimmel?
  • Wie ist der Zustand der Bausubstanz? (Sehr wichtig bei älteren Häusern)
  • Wurde das Haus beim Bau gedämmt oder wurde es später nachgerüstet?
  • Wie wurde das Dach gedämmt und wie alt ist es?

 

Tipp: Kennen Sie die Nachrüstpflichten nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) schon? Wenn Sie sich ein älteres Gebäude (Altbau) ansehen und dieses kaufen möchten, sollten Sie diese unbedingt kennen, um Bußgelder zu vermeiden. Gültig ist das Gesetz übrigens für Immobilienkäufer nach dem 1.02.2002. Zu den Nachrüstpflichten gehören:

 

  • Einen veralteten Heizkessel erneuern
  • Nicht gedämmte Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen zu dämmen
  • Geschossdecken oder Dächer dämmen, welche einen beheizten von einem unbeheizten Raum trennen

 

Sie sehen, diese Nachrüstpflichten können teuer im Umbau werden, ebenso wie die auferlegten Bußgelder bei Nichteinhaltung!

 

Folgende Fragen sollten Sie dem Immobilienmakler zur Wohnung / Haus selbst stellen:

 

  • Passen die Aufteilungen und Räumlichkeiten wirklich zu unseren Bedürfnissen? Welche Umbauten wären möglich, wenn die Familie größer wird?
  • Wann wurden die Fußböden erneuert und in welchem Zustand sind diese?
  • Gibt es eine Fußbodenheizung?
  • Wie hoch sind die Decken der Räume?
  • Wann wurden die Fenster erneuert oder in welchem Zustand sind sie? Welches Material weißen die Fenster auf?
  • Sind alle elektrischen Leitungen in einem guten Zustand? Lassen sich die Anzahl und die Lage von Steckdosen und Lichtschaltern noch verändern? (Neubauten)
  • Wie wird die Warmwasseraufbereitung der Wohneinheiten geregelt? Wie steht es um den Zustand der Leitungen?
  • Lassen sich Waschmaschinen und Trockner gut anschließen und gibt es genügend Platz dafür?
  • Befindet sich im Haus oder der Wohnung weiterer Stauraum, wie etwa auf dem Dach?
  • Müssen die Badezimmer alsbald erneuert oder modernisiert werden? Wie alt sind die Sanitäranlagen oder wann wurde das Badezimmer renoviert?
  • Handelt es sich um eine Einbauküche oder muss eine neue Küche vor dem Einzug eingebaut werden?
  • Gibt es einen Balkon oder eine Terrasse? Wie sind diese gelegen und wann scheint dort die Sonne?
  • Wie sicher ist die Wohnungstür? Gibt es Überwachungsanlagen, eine Kamera, ein spezielles Schlosssystem?

 

Folgende Fragen sollten Sie dem Immobilienmakler zu den Gemeinschaftsbereichen stellen:

 

Wer eine Wohnung kaufen möchte, der wird dies wahrscheinlich in einem mehr oder weniger großen Wohnblock tun. Auch hier sollten Sie auf folgende wichtige Fragen an den Makler nicht verzichten:

 

  • Finden sich an den Haupteingangsbereichen moderne Standards wie Einbruchschutz wieder?
  • Funktionieren die Klingelanlagen und existiert eine funktionierende Gegensprechanlage?
  • Wie ist es um die Briefkästen bestellt? (Zustand, Zugänglichkeit)
  • Welchen Eindruck machen Eingangsbereich und Treppenhaus? (Wände, Treppen, Geländer)
  • Für höherliegende Wohnungen: Gibt es einen Fahrstuhl?
  • Gibt es geeignete Abstell- oder Absperrmöglichkeiten für Kinderwägen und Fahrräder?
  • Gibt es Gemeinschaftsgeräte im Waschkeller?
  • Wie sind die Gartenbereiche aufgeteilt? Gibt es Gemeinschaftsgärten oder einzelne Parzellen?
  • Muss ein PKW-Stellplatz oder eine Garage zusätzlich erworben werden?
  • Gibt es externe Dienstleister für Hausmeistertätigkeiten?

 

Folgende Fragen sollten Sie dem Immobilienmakler zur Nachbarschaft stellen:

 

  • Wer wohnt im Haus? Überwiegend Familien mit Kindern, ältere Leute, Studenten?
  • Gibt es Verkehrslärm?

 

Generell empfiehlt es sich, sich auch einen Eindruck von den umliegenden Wohngebäuden zu machen und ggf. einmal mit den direkten Nachbarn zu sprechen. Es macht keinen Sinn als Familie mit 3 Kindern, in einen Wohnkomplex zu ziehen, in welchem vorwiegend ältere Menschen leben. Hier wäre Ärger vorprogrammiert.

 

Weitere wichtige Fragen für einen Immobilienmakler vor dem Kauf

 

Tatsächlich müssen sich Käufer einer Wohnung oder eines Hauses weit mehr Fragen stellen, als bei dem Anmieten eines Objekts. Immerhin sollten Sie sich vor Augen führen, dass Sie hier viel Geld investieren und zukünftig für Ihren Kauf verantwortlich sein werden.

 

Erfragen Sie folgende Aspekte vor dem Kauf einer Immobilie daher unbedingt:

 

  • Grundriss
  • Quadratmeter der Wohn- und Nutzfläche
  • Grundbuchauszug und Energieausweis
  • Monatlich bisher anfallendes Hausgeld (Verteilungsschlüssel)
  • Protokolle der Eigentümerversammlung (Stehen Modernisierungsmaßnahmen an?)
  • Zusätzliche Ausgaben für bereits integrierte Einbauten (Küche)

 

Werfen Sie vor dem Kauf Ihrer Traumimmobilie auch unbedingt einen Blick ins Grundbuch oder stellen Sie Fragen an das Bauamt. So ist es für Sie interessant zu wissen, ob in naher Zukunft Neubauten in der Nachbarschaft oder Straßensanierungen geplant sind. Dies könnte zusätzlich Kosten verursachen oder die Pläne gänzlich verwerfen.

 

Auch die Frage nach dem Denkmalschutz sollte gestellt werden, was auch einzelne Teile des Hauses oder Objektes betreffen kann.

 

Fragen an Immobilienmakler Wohnung

 

Energie und Zukunft

 

Wer sich eine Immobilie kauft, der sollte nicht nur an die einmal anfallenden Kosten denken, sondern auch hinterfragen, welche Kosten zukünftig verursacht werden. Denken Sie etwa an die Ausgaben für die Heizung und das Warmwasser.

 

Kaufen Sie beispielsweise eine Wohnung mit einer energieeffizienten Heizungsanlage, so haben Sie bereits viel gewonnen. Wenn nicht, so könnte dies alsbald fällig werden. Wohnen Sie zudem in einem Mehrfamilienhaus, so entscheiden Sie über eine mögliche Nachrüstung nicht alleine.

 

Generell ist der Kauf einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus etwas weniger flexibel, was Ihre Entscheidungsfreiheit betrifft. So ist es möglich, dass später einmal seniorengerecht umgebaut werden muss. Es könnte schließlich sein, dass der Einbau eines Fahrstuhls notwendig wird.

 

Erfragen Sie also auch folgende Dinge vor dem Kauf einer Eigentumswohnung:

 

  • Welche Heizungsanlage ist derzeit im Haus verbaut und ist seitens der Eigentümergemeinschaft eine Umrüstung auf eine energieeffiziente Heizungsanlage geplant?
  • Welche Energiewerte weist das Haus aktuell auf?
  • Planen die Eigentümer des Mehrfamilienhauses eine nachträgliche Fassadendämmung?
  • Ist eine Neudeckung des Daches geplant?
  • Könnte die Wohnung zum jetzigen Zeitpunkt bereits barrierefrei genutzt werden oder würde es hier zu Umbauten kommen? Wenn ja, welche?
  • Wie hoch sind ist die Instandhaltungsrücklage?
  • Sind Sonderumlagen für Modernisierungen geplant oder bereits beschlossen?

 

Wichtiges zum Kaufvertrag

 

Glückwunsch! Die Traumimmobilie wurde gefunden, Sie haben die Zusage des Immobilienmaklers bekommen. Fehlt nur noch die Unterschrift auf dem Kaufvertrag, sofern auch die Bank grünes Licht gegeben hat. Doch halt!

 

Zuerst müssen Sie zum Notar, denn einen Immobilienkaufvertrag können Sie sich nicht einfach aus dem Internet ausdrucken.

 

Hat der Notar den Kaufvertrag aufgesetzt, so sollten Sie diesen in aller Ruhe prüfen. Hierfür haben Sie 14 Tage Zeit, falls eine der Parteien gewerblich handelt. Im reinen Verbrauchergeschäft gilt eine unbefristete Prüfungszeit. Rechtlich betrachtet muss der Kaufvertrag zwei Wochen vor dem Notartermin auf Ihrem Tisch liegen, um Ihnen die vorgeschriebene Bedenk- und Prüfzeit zu ermöglichen.

 

Aber: Gehen Sie niemals ohne die Finanzierungsbestätigung Ihrer Bank zum Notartermin, um den Kaufvertrag zu unterzeichnen. Ist dies nämlich geschehen, so ist der Vertrag gültig – ganz gleich ob Sie nun Geld von Ihrer Bank bekommen, oder vielleicht doch nicht. Am besten ist es, wenn zusätzlich die Grundschuldurkunde nach dem Kaufvertrag mitprotokolliert wird. Somit ist der gesamte Vorgang in einem Schritt erledigt.

 

Bleiben Sie daher mit Ihrer Bank in Kontakt und legen Sie den Notartermin so, dass Sie auch mit diesem zum Termin erscheinen können.

 

Warum Immobilienmakler und nicht Eigentümer?

 

Fragen Sie sich an dieser Stelle, warum die meisten Objekte über einen Immobilienmakler verkauft werden und nicht vom Eigentümer selbst? Immerhin würden sich beide Parteien Maklergebühren sparen!

 

Generell wäre dies zwar möglich, viele Eigentümer trauen sich einen Verkauf – und vor allem Verhandlungen – nicht alleine zu. Dann macht es natürlich Sinn, den Profi ranzulassen. Er kann auf kritische Fragen und auf die Bedürfnisse der Käufer eingehen, sowie Probleme aus der Welt schaffen.

 

Außerdem sind Makler stets neutral am Werk, so ganz ohne Bauchgefühl oder nostalgischer Gefühle zum Objekt. Aber: Des einen Freud, des anderen Leid. Denn Immobilienmakler sind oft geschickte und durchaus sympathische Verkäufer.

 

Gute Makler scheuen sich jedoch nicht davor, ausführliche und faktenbasierte Antworten zu geben, die sich jederzeit überprüfen lassen.

 

Ein Grund mehr, auch als Käufer einer Immobilie, einen Experten (Sachverständigen) mit an Bord zu haben. Oder aber, nicht ohne unseren Checklisten-Katalog zur Besichtigung und an den Wohnungs- oder Hauskauf zu gehen.

Augsburg Immobilien: Entwicklung, aktuelle Lage und Prognosen

In unserem neuesten Blogbeitrag "Augsburg Immobilien" stellen wir Ihnen die wichtigsten und neuesten Facts über Augsburgs Immobilien vor. Lohnt sich heute noch eine Investition?

Der Immobilienmarkt in Augsburg boomt und ist begehrt wie nie. Aktuelle Zahlen sprechen hier klar für sich: Ein stetiger Bevölkerungszuwachs, eine kräftige Infrastruktur und zahlreiche umgesetzte oder zukünftig geplante Projekte. Augsburg ist das neue München und dafür gibt es absolut gute Gründe.

 

Kein Wunder, dass sich genau das auch auf den Immobilienmarkt auswirkt – Entwicklung, die aktuelle Lage und zukünftige Prognosen für Augsburg, jetzt im Text.

 

 

Augsburg als begehrter Wohnort für Jung und Alt

Die Einwohnerzahlen im schönen Schwabenland explodieren. Und das wundert auch nicht, handelt es sich doch um einen begehrten Wohnort für Jung und Alt. Das war tatsächlich nicht immer so, binnen der letzten Jahre gab es allerdings eine drastisch positive Entwicklung.

 

Dabei gehört Augsburg in Bayern zu den ältesten Städten Deutschlands. Vor allem die wunderschöne Altstadt mit seinen zahlreichen Gebäuden aus unterschiedlichen Stilepochen, findet großen Anklang bei den Besuchern. Mittelalterliche Zunfthäuser, schöne Türme und Kirchen, das Augsburger Rathaus aus der Renaissance oder der Goldene Saal – Augsburg hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist gleichzeitig ein attraktiver Wohnort für aktuell fast 300.000 Einwohner (Stand 2019).

 

Wem München zu teuer geworden ist, der weicht auf Augsburg aus – kein zufälliger Trend!

 

Starkes Bevölkerungswachstum in Schwaben / Bayern

 

Neben München ist hinsichtlich des Bevölkerungswachstums auch Augsburg interessant. Warum? Weil es sich gerade in Städten mit zunehmender Einwohnerzahl lohnt zu investieren. Fakt ist, die Zahl an Nachfragen für Eigentumswohnungen, Häuser oder Mietobjekten wächst. Und das bereits seit vielen Jahren, besonders stark jedoch binnen der letzten 5 Jahre.

 

Generell wachsen die Einwohnerzahlen im Schwabenland, was nicht zuletzt der hohen Lebensqualität geschuldet ist. Wir finden zahlreiche Naherholungsgebiete, eine geringe Kriminalität innerhalb der Ballungsgebiete und eine stabile Wetterlage. Man rechnet sogar mit fast 2 Millionen Einwohnern bis zum Jahr 2038.

 

Vor allem aber ist es der Landkreis Augsburg, welcher derzeit an Zuwachs gewinnt. So spricht man von einer regionalen Bevölkerungsvorausberechnung von etwa 8% mehr Einwohner. Für Augsburg wird eine zukünftige Einwohnerzahl von derzeit 300.000 auf 316.000 erwartet. Im Landkreis Aichach steigt die Zahl ebenfalls um etwa 8%. Im Kreis Dillingen sind es 0,3%, also eher wenig im Vergleich.

 

Beliebter Deutscher Süden

 

Die schwäbische Großstadt ist ein wichtiger Industriestandort im Süden von Deutschland. Dies ist der perfekten Lage und idealen Verkehrsanbindung geschuldet. Beispielsweise lässt sich die Bundesautobahn A8 im Norden schnell erreichen. Für Großunternehmen ein entscheidendes Kriterium für eine Niederlassung.

 

Wen es hin und wieder trotzdem in die Münchner Innenstadt zieht, der kann dies binnen 40 Minuten Autofahrt leicht umsetzen – auch was geschäftliche Aktivitäten betrifft. Und auch ein Kurzurlaub ins Nachbarland Österreich ist schnell unternommen, ebenso wie eine Fahrt nach Stuttgart, Ulm bzw. Neu-Ulm.

 

Augsburg so attraktiv wie München?

 

Warum der Augsburger Immobilienmarkt so attraktiv geworden ist, ist besonders der nahegelegenen Landeshauptstadt geschuldet: München ist nur 60 Kilometer von Augsburg entfernt. Und dort herrschen bekanntlich horrende, wenn nicht beinahe unverschämte, Immobilienpreise für Wohnungen und Häuser.

 

Wer diese Preise nicht mehr zahlen möchte, zieht ins Umland oder in die angrenzenden Städte von München. Zu diesen gehört auch Augsburg, wo die Miet- und Immobilienpreise noch etwas günstiger sind als in München selbst. Dort kostet eine 80 Quadratmeterwohnung pro Jahr bereits 11.500 Euro im Schnitt. In Augsburg liegen wir noch bei etwa 6.800 Euro pro Jahr. Ein enormer Unterschied!

 

Betrachten wir diesen Kostenunterschied, so fällt die Entscheidung vor allem in Familien mit mittlerem Einkommen nicht schwer. Hinzu kommen schließlich noch die höheren Lebenserhaltungskosten in München, sowie die bessere Lebensqualität in Augsburg. Wir finden dort beispielsweise 30% mehr Grünflächen als in München, um nur einen Vorteil zu nennen.

 

Immer weniger Wohnangebote in Augsburg

 

Je beliebter Augsburg wird, umso geringer wird natürlich das Wohn- und Immobilienangebot. Pro Quadratkilometer leben derzeit circa 2.000 Einwohner. Auch die Gesamteinwohneranzahl übertrifft derzeit alle Prognosen, die in der Vergangenheit gemacht wurden.

 

Eine sinkende Zahl wird absolut nicht erwartet, was bedeutet: Gestern war der perfekte Zeitpunkt, um in den Immobilienmarkt in Augsburg zu investieren!

 

Fakt ist, dass der Immobilienmarkt in Augsburg immer attraktiver und interessanter für Anleger wird. Und so ist es längst nicht mehr „das teure München“, in dem sich das Leben lohnt, sondern auch Augsburg.

 

Augsburg zeigt sich aktiv und innovativ

 

Und zwar in der Schaffung von neuem Wohnraum. Aktuell entstehen neue Wohnquartiere in der Innenstadt, neue Eigentumswohnungen werden errichtet. Direkt im Zentrum sind bereits 2019, Anfang des Jahres, über 70 neue Wohnungen bezugsfertig geworden. Aber: Wer hier kaufen will, muss schnell sein, denn gerade jetzt gehen diese Wohnungen weg wie warme Semmeln.

 

Auch aus innovativer Sicht kann Augsburg punkten. Neben der hervorragenden Verkehrsanbindung, finden wir zahlreiche innovative Unternehmen. Wir können von einem aufstrebenden Wirtschaftsstandort sprechen, welcher zukünftig attraktive Arbeitsplätze schafft. Selbst Touristen staunen über die wirtschaftlich attraktive Situation in Augsburg – und natürlich über die historischen Hintergründe der Stadt.

 

Bildung in Augsburg

 

Eine Top Infrastruktur, eine attraktive Nähe zu München und ein gutes Bildungsangebot lassen keine Wünsche offen. Augsburg verfügt über diverse Bildungseinrichtungen mit Grund- und weiterführenden Schulen. Natürlich finden Sie dort auch eine Universität und eine Fachhochschule. Wer nach dem Abitur studieren möchte, der kann dies in Augsburg tun, ohne dafür die Stadt verlassen zu müssen.

 

 

Immobilienpreise Augsburg 2020 – Entwicklung

 

Wer eine Immobilie kaufen oder verkaufen will, der wird sich in erster Linie für den Wert des Objekts interessieren. Um den Wert einer Immobilie möglichst genau zu ermitteln, braucht es aktuelle Immobilienpreise und das Verhältnis zum Immobilienmarkt.

 

Im Durchschnitt kostet eine Immobilie in Augsburg 4.488,03 Euro pro Quadratmeter. Je nach Größe des Objekts variiert natürlich der Kauf- bzw. Verkaufspreis und es macht natürlich einen Unterschied, ob ein Haus oder eine Wohnung ge- oder verkauft wird.

 

Immobilienpreise Häuser in Augsburg

 

Augsburg hat inzwischen recht hohe Immobilienpreise – je nach Quadratmeterzahl eines Hauses. Kleinere Häuser mit rund 100 Quadratmeter erzielen derzeit den höchsten Quadratmeterpreis. So sind es hier im Schnitt 4534 Euro pro Quadratmeter.

 

Je nach Stadtteil in Augsburg variieren die Preise ebenfalls, am günstigsten ist es in Hammerschmiede (4.212,14 Euro), aber teuersten in Göggingen (5.109,47 Euro).

 

Im Vergleich zu Bayern allgemein, liegen die Preise in Augsburg zwar noch etwas günstiger, bezogen auf die Quadratmeterzahl kann es hier trotzdem teurer werden. Ein Haus in Bayern mit rund 100 Quadratmetern kostet im Durchschnitt rund 3.654,51 Euro / qm und speziell in Augsburg schon 4.534,36 Euro.

 

Im Vergleich zu Deutschland sinken die Werte weiter, sodass wir bezogen auf das ganze Land nur noch durchschnittlich 2.682,12 Euro / qm zu verzeichnen haben. Für Häuser liegen die Immobilienpreise im Durchschnitt bei etwa 2.6.42 Euro / qm, also deutlich unter den Preisen speziell in Augsburg.

 

Fazit: Ein Immobilienverkauf in Augsburg und Umgebung lohnt sich finanziell, was gerade Anleger oder Langzeitinvestoren auf den Plan ruft. Zusammen mit einem ortsansässigen Immobilienmakler können Sie alles aus Ihrer Investition herausholen!

 

Immobilienpreise Wohnungen in Augsburg

 

Je nach Quadratmeteranzahl liegen die Immobilienpreise in Augsburg bei Wohnungen ebenfalls relativ hoch. Auch hier lässt sich festhalten, dass kleine Eigentumswohnungen mit etwa 30 Quadratmetern teurer sind also solche, die ab 100 Quadratmeter verkauft werden. Auch hier können wir noch einmal in die jeweiligen Stadtteile von Augsburg unterscheiden.

 

Am günstigsten fallen die Quadratmeterpreise im Stadtteil Herrenbach (3.447,99 Euro) aus. Richtig teuer wird es im Antonsviertel (5.812 Euro) oder auch in Bergheim (4.967,36 Euro) und Göggingen (4.791,46 Euro).

 

Beziehen wir uns auf die durchschnittlichen Immobilienpreise und Zahlen in ganz Bayern, so fallen wieder die Preise hinsichtlich der Größe der Wohnung auf. Eine 30 Quadratmeter Wohnung kostet durchschnittlich 4.900 Euro / qm, eine Eigentumswohnung mit 60 Quadratmetern nur 4.607 Euro / qm.

 

Augsburg ist somit, was Eigentumswohnungen dieser Größe betrifft, etwas günstiger als die naheliegende Immobilienhochburg München. Aus diesem Grund zieht es viele Münchner ins nicht weniger schöne Augsburg.

 

Die Immobilienpreise für Wohnungen in Augsburg überraschen nicht, wenn wir die Lage zu München berücksichtigen. Im Vergleich zur gesamten Bundesrepublik Deutschland können wir festhalten, dass Augsburg recht hohe Preise auf den Plan ruft. So sind die Wohnungspreise in Deutschland im Schnitt bei 3.628 Euro pro Quadratmeter und liegen in Augsburg bei 4.501 Euro pro Quadratmeter. Ein lohnenswertes Geschäft für all diejenigen, die nach einer Eigentumswohnung in Augsburg suchen.

 

Immobilienpreisentwicklung seit 2011

 

Dank der Immobilienpreisentwicklung in Augsburg seit 2011 lässt sich hier nachhaltig ein guter und rentabler Gewinn einfahren, sofern vor einigen Jahren eine Wohnung oder ein Haus in Augsburg gekauft wurde. Was bedeutet das konkret in Zahlen?

 

Beispiel Immobilienpreisentwicklung von Häusern in Augsburg:

Wer im Jahr 2011 ein Haus mit insgesamt 150 Quadratmetern gekauft hat, wird durchschnittlich rund 2.500 Euro pro Quadratmeter dafür bezahlt haben. Heute kann gleiches Haus – bei entsprechender Instandhaltung und Modernisierung – für rund 4.300 Euro pro Quadratmeter verkauft werden. Also beinahe für das Doppelte!

 

Beispiel Immobilienpreisentwicklung von Wohnungen in Augsburg:

2011 lag der durchschnittliche Preis einer Eigentumswohnung mit 30 Quadratmetern bei etwa 2.400 Euro / qm. Verkauft werden kann diese – entsprechend aktueller Instandhaltungsmaßnahmen – für meist über 4.500 Euro / qm. Ein beträchtlicher Gewinn!

 

Mietpreisspiegel für Häuser und Wohnungen in Augsburg

 

Wer sich eine Wohnung oder ein Haus kaufen und später vermieten möchte, der wird sich für den Mietpreisspiegel in Augsburg interessieren. Schließlich müssen Anleger ihre Rendite auf die nächsten Jahre berechnen können.

 

Mietpreisspiegel Häuser Augsburg

Bei kleinen Häusern mit etwa 100 Quadratmetern liegt der Mietpreisspiegel bei 11,17 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu ganz Bayern liegt dieser also etwas höher (10,53 Euro / qm) und zu Deutschland ebenso (9,41 Euro).

 

Bei größeren Häusern mit 100 Quadratmetern sprechen wir von einem Mietpreisspiegel von etwa 10,26 Euro / qm. Dieser liegt nahe den Quadratmeterpreisen von ganz Bayern (10,19 Euro / qm) und Deutschland (9,39 Euro / qm).

 

Mietpreisspiegel Wohnungen Augsburg

Mit kleineren Wohnungen mit rund 30 Quadratmetern lässt sich am meisten herausholen. Der Mietpreisspiegel liegt hier bei 13,11 Euro / qm (Bayern 17,50 Euro / qm und Deutschland 11,81 Euro / qm).

 

Größere 100 Quadratmeter Wohnungen können mit einem Mietpreisspiegel von etwa 10,64 Euro / qm berechnet werden. Nur ein paar Cent mehr im Vergleich zu Bayern (10,32 Euro / qm) und Deutschland (9,22 Euro / qm).

 

 

Welche Viertel wachsen in Zukunft in Augsburg

 

Auch wenn der Unterschied zu Münchner Preisen und den Preisen in Augsburg nicht mehr allzu groß sind, ist es nicht zu spät, um in der begehrten Stadt einzusteigen. Sofern man sich die richtigen Stücke herauspickt, denn der „Boom“ gilt nicht für alle Viertel. Fakt ist – die Stadt wird binnen der nächsten 20 Jahre weiterwachsen – aber für welche Viertel?

 

Ulrichsviertel

Zentraler in Augsburg wohnen geht nicht – binnen weniger Minuten sind Sie auf dem Markt, im Theater, in der Fußgängerzone. Zudem finden Sie hier die besten Wohnanlagen in ganz Augsburg, wobei gleichzeitig alte und historische Gemäuer und Gebäude erhalten bleiben.

 

Proviantbachquartier

Das kleine Viertel war noch vor einigen Jahren komplett verkommen. Heute wurden die Häuser dort generalsaniert und auch rund 180 neue Wohnungen errichtet. Ein attraktiver Wohnort für Studenten.

 

Textilviertel

Hier finden sich viele Werkstätten, Geschäfte und Restaurants wieder. Wohn- und Stadthäuser wachsen entlang der Schäfflerbachstraße empor – mit viel Platz nach oben. Genießen Sie hier zudem einen großen Park, umgeben von günstigem Wohnraum. Kulturell durchmischt schließt sich das Viertel an die Wohngebiete Herrenbach und Wolframviertel.

 

Georgs- und Kreuzviertel

Hier überwiegen mittlere und gute Wohnanlagen. Besonders lohnenswert wird es für Käufer von Bestandswohnungen als Anlageimmobilie aufgrund der attraktiven Mietrendite.

 

Wolfram- und Herrenbachviertel

Die berühmte Stadt in der Stadt mit vielen Wohngebäuden, Kirchen und Schulen. Hier leben viele Arbeiter der Textilindustrie von Augsburg. Gegeben ist die Nähe zur Innenstadt, wobei sich auch viele Beamte und Rechtsanwälte oder Ärzte ansiedelten.

 

Am Schäfflerbach

Überwiegend sehr gute Wohnanlagen finden sich im Schäfflerbach Viertel. Wer gerne nobel und attraktiv wohnt, der ist im Schäfflerbach sicherlich gut aufgehoben.

 

à Vergleichen Sie die einzelnen Viertel von Augsburg auch hinsichtlich der Rendite. Finden Sie viele weitere lohnenswerte Abteile in Augsburg, wie beispielsweise Pfersee-Süd, Jakobervorstadt-Nord oder Hochfeld. Es liegt beinahe im Trend, dass die verschiedenen Stadtteile unterschiedliche Immobilienpreise aufrufen.

 

Unser Tipp: Holen Sie sich kompetente Beratung durch einen ortsansässigen Immobilienmakler. Diese kennen die verschiedenen Situationen der einzelnen Viertel im Detail und können Ihnen bei Ihrer Suche nach der perfekten Augsburger Immobilie behilflich sein.

 

Investieren in Augsburg – Fazit

 

Die sich in den letzten Jahren entwickelte Dynamik der Stadt Augsburg lockt Investoren an – vor allem aus dem 60 Kilometer entfernten München. Gleichzeitig putzt sich Augsburg so richtig heraus. Neue Unternehmen und Firmensitze siedeln sich an und erwarten dafür deutlich mehr Aufenthaltsqualität – mit Erfolg.

 

Eine bezaubernde Altstadt, preislich erschwingliche Immobilien, nur 40 Minuten bis nach München. Natürlich sind die Preise auch in Augsburg hinsichtlich seiner Entwicklung stark gestiegen. Und einen gewaltigen Unterschied zu München gibt es keinen mehr. Dennoch aber einen Unterschied.

 

Münchner Preise explodieren, also wird Augsburg erobert – als das neue Immobilien-Mekka, welches es geworden ist. Immobilien kaufen in Augsburg lohnt sich auch kommendes Jahr!

Immobilienmakler Provision: Das müssen Sie zum neuen Gesetz wissen!

Wer eine Immobilie mieten möchte, der bezahlt seit Einführung des Bestellerprinzips eine Provision an den Makler. Auch beim Immobilienverkauf mussten Käufer bislang die Provision in ihren Kaufnebenkosten berücksichtigen. Ab dem 23. Dezember 2020 soll es aber nun Änderungen und Neuregelungen zur Maklerprovision geben. Was sich für Käufer und Mieter einer Immobilie ändert und worauf Sie im neuen Jahr achten sollten, erfahren Sie jetzt.

Haben Immobilienmakler Anspruch auf eine Maklerprovision?

Nach §652 BGB haben Immobilienmakler einen gesetzlichen Anspruch auf eine Provision, sofern diverse Anforderungen erfüllt sind. Dazu gehört etwa, dass Kausalität und ein wirksamer Hauptvertrag gegeben sind, sowie ein wirksamer Maklervertrag abgeschlossen wurde. Ab dem 23.12.2020 ist dieser immer in Textform abzuschließen. Mündliche Vereinbarungen sind nicht mehr zulässig.

Für den Verkauf einer Immobilie muss für die Fälligkeit der Provision ein gültiger Kaufvertrag geschlossen worden sein. Hier ist die Maklertätigkeit die Ursache für den Vertragsabschluss, welcher schlussendlich auch wirksam ist.

Wann kommt überhaupt ein Maklervertrag zustande?

Makler schließen in Auftrag mit dem Verkäufer einer Immobilie einen Maklervertrag ab. So beauftragt der Verkäufer einen Makler damit, das Objekt entsprechend seiner Vorstellungen zu verkaufen.

Es folgen eine intensive Beratung in Sachen Wertermittlung und wichtiger zu erbringender Dokumente für den Verkauf. Der Makler erstellt ein Exposé und stellt das Objekt entsprechend aus. Er vereinbart Besichtigungstermine mit möglichen Interessenten, führt Verkaufsgespräche und Verhandlungen. Später kümmert er sich um Notartermine und begleitet seine Kunden bis hin zum abgeschlossenen Verkauf. Manche Makler bieten auch noch den Service des Übergabeprotokolls an.

Doch auch zwischen dem Kauf- oder Mietinteressent und dem Immobilienmakler kommt es zu einem Maklervertrag. Nämlich dann, wenn der Interessent eine Immobilie besichtigen möchte und damit die Makler-Geschäftsbedingungen akzeptiert. Für den Provisionsanspruch braucht es also einen gültigen Maklervertrag.

Immobilienmakler Provision Schlüsselübergabe

Maklerprovision nach Bestellerprinzip bei Vermietung und Verkauf

Zunächst gilt es zu unterscheiden, ob ein Objekt vermietet oder verkauft werden soll. So stellt sich die Frage nach der Maklerprovision nach dem aktuellen Bestellerprinzip bei einer Vermietung oder einem Verkauf.

Bestellerprinzip bei Vermietung

Wer die Maklerprovision schlussendlich bezahlen muss, wurde bis Juni 2015 nicht gesetzlich geregelt. Wurde ein Objekt daher vermietet, so war es in den meisten Fällen der Mieter, welcher die volle Maklerprovision zu bezahlen hatte. Nur in Ausnahmefällen, wenn etwa die Wohnung sehr schwer zu vermieten war, wurden andere Regelungen getroffen.

Das Bestellerprinzip bei Vermietung gilt seit dem 1.06.2015.

Hier hat die Bundesregierung entschieden, dass der Besteller des Immobilienmaklers, die Maklerprovision zu tragen hat – also in der Regel der Vermieter. Für Mieter eine große Entlastung, da sie eine Wohnung nun ohne Zusatzgebühren anmieten können.

Wäre da nicht der Haken, denn seit Einführung der neuen Regelung ist das Angebot an Mietwohnungen rückläufig. Mieter haben es immer schwerer eine geeignete Wohnung zu finden. Viele Vermieter akzeptieren direkt Nachmieter und bieten ihre Wohnung daher gar nicht mehr über einen Makler auf dem Markt an.

Ein weiterer Effekt aus dieser Regelung ergab sich durch die teils hohen Abstandszahlungen, etwa für Einbauküchen. So holten sich viele Vermieter die Maklerkosten vom Mieter zurück. Zwar verbietet das Gesetz solche Umgehungsmöglichkeiten, wirklich durchgegriffen wurde hier aber bislang nicht.

Auch entschieden sich binnen der letzten Jahre viele Eigentümer für einen Verkauf ihrer Immobilie. Zu verlockend sind derzeit die hohen Immobilienpreise und zu groß die Nachfrage an Eigentum. Und zu wenig lukrativ die Mietrenditen aufgrund der in manchen Orten geltenden begrenzten Mietpreisbremse.

Bestellerprinzip bei Immobilienverkäufen

Im August 2018 forderte die ehemalige Bundesjustizministerin der SPD eine Einführung des Bestellerprinzips für Immobilienverkäufe. Seitens der Grünen sollte es eine Deckelung der Maklerprovision geben, um Käufer auf diese Weise zu entlasten. Und die FDP wollte die Kaufnebenkosten durch den Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer absetzen.

Gute Vorschläge, welche sich jedoch leider nicht durchsetzen konnten. Im August 2019 einigte man sich schließlich im Rahmen des Wohnpakets auf Folgendes:

Die Maklerprovision bei einem Immobilienkauf- bzw. verkauf soll zwischen Verkäufer und Käufer geteilt werden. Nachzulesen ist dies im „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“.

Dabei standen die Bundesländer Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg und Hessen besonders im Fokus. Hier trugen bis dato die Käufer die komplette Provision.

Provision Immobilienamakler Haus Neubau

Ab wann gilt das neue Gesetz?

Das neue Gesetz zur Maklerprovision gilt ab dem 23.12.2020. Der Gesetzesentwurf wurde bereits im Mai 2020 vom Bundestag abgenommen und schließlich am 23.06.2020 verkündet. Bis die Neuregelungen also in Kraft treten gilt eine 6-monatige Übergangszeit.

50/50 bei Maklerprovision?

Heißt das nun, dass sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision zu genau gleichen Teilen aufteilen müssen? Nicht ganz, denn grundsätzlich können in Sachen Provisionsvereinbarung drei verschiedene Varianten genutzt werden.

  1. Die Doppelprovision nach §656c BGB: Verkäufer und Käufer bezahlen jeweils 50% der anfallenden Maklercourtage beim Haus- oder Wohnungskauf.
  1. Volle Provisionsübernahme einer Partei: Der Verkäufer schließt mit dem Makler einen Vertrag und verpflichtet sich zur Übernahme aller Kosten. Nach §656d BGB kann sich der Verkäufer einen Teil später wieder vom Käufer zurückholen. Auch hier sind mind. 50% seitens des Verkäufers zu tragen.
  1. Reine Innen- oder Außenprovision: Der Verkäufer der Immobilie bezahlt die volle Courtage an den Makler. Oder der Käufer übernimmt die Provision, wenn er einem Makler einen Suchauftrag erteilt.

Für welche Verträge gilt das neue Maklerprovisionsgesetz?

Generell gilt das neue Gesetz für Maklerverträge, welche den Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern – auch Doppelhaushälften und Reihenhäuser – betreffen. Natürlich auch dann, wenn ein Objekt vermietet ist.

Jedoch greift die neue Regelung nur dann, wenn der Käufer auch der Verbraucher ist. Kaufen Sie als Unternehmen Immobilien oder erwerben Sie unbebaute Grundstücke, Zwei- und Dreifamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien, so gilt das Gesetz nicht.

Grundlegend soll das neue Provisionsgesetz Verbraucher entlasten, welche eine Immobilie zur Eigennutzung erwerben möchten. Investoren oder Unternehmen sollen mit diesem Gesetz nicht privilegiert werden. Leider zum Nachteil von zukünftigen Verbrauchern, welche ein leeres Grundstück für den Bau eines Hauses zur Eigennutzung erwerben.

Wie werden Maklerverträge nach neuem Gesetz geschlossen?

In Zukunft gilt, dass für den Kauf oder Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung ein schriftlicher und in Textform verfasster Kaufvertrag aufgesetzt werden muss. Darin ist der Name des Auftraggebers zu nennen. Es ist möglich, eine solche Vereinbarung auch per SMS oder E-Mail (etc.) zu schließen. Mündliche Verträge sind nicht mehr gültig.

Immobilienmakler Provision modernes Haus

Wer zahlt die Maklercourtage zuerst?

In §656c BGB ist nachzulesen, dass es bei der gängigen Doppelprovision keine gesetzlich geregelte Reihenfolge zur Zahlung der Provision gibt. Wälzt der Verkäufer jedoch einen Teil der Provision später auf den Käufer ab, so muss der Verkäufer zuerst seinen Anteil an den Makler bezahlen.

Ist die Höhe der Maklerprovision auch geregelt?

Nein. Verkäufer und Käufer müssen sich auch weiterhin an den Verhandlungstisch mit dem Makler setzen. Dieser kann nach wie vor seine 6% Netto plus Mehrwertsteuer ansetzen. Aber: Die Käufer- und Verkäuferprovision muss gleichhoch ausfallen. Regional ist der Prozentsatz unterschiedlich. In Bayern sind es etwa für Käufer und Verkäufer je 3% plus Mehrwertsteuer.

Der Makler kann vom Verkäufer also keine freundschaftliche 2% Provision verlangen und sich vom Käufer 4% Provision holen. Doch keine Sorge – es gibt auch Grenzen!

Wie hoch ist die Maklerprovision und was ist erlaubt?

Bei der Vermietung einer Immobilie kann die Maklerprovision maximal vom Mieter 2 Nettokaltmieten betragen – zu zahlen ist die Provision vom Besteller. Die Maklerprovision zwischen Makler und Vermieter ist frei verhandelbar. Beim Immobilienverkauf kann die Provision noch völlig frei vereinbart werden. Gesetzliche Einschränkungen gibt es keine.

Ab dem 23.12.2020 werden jedoch Käufer bei der Maklerprovision entlastet, zumindest in vielen Bundesländern. Insofern, als dass Käufer nur noch maximal 50% der vereinbarten Summe übernehmen müssen.

Normalerweise orientieren sich Immobilienmakler oder Eigentümer an den marktüblichen Regelungen des jeweiligen Bundeslandes. Tatsächlich werden je nach Region unterschiedliche Provisionen vereinbart.

à In Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Saarland oder Thüringen sind es beispielsweise die gängigen 7,14%. In Hessen fallen rund 5,95% an, ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern oder Bremen.

Tipp: Wer vor einem Immobilienkauf genau ermitteln möchte, wie hoch die Maklerprovision im Einzelfall ausfällt, der nutzt idealerweise Provisionsrechner im Internet. Sie geben dort den Kaufpreis der Immobilie und die PLZ des Ortes an. Im Anschluss wird Ihnen die ortsübliche Provision berechnet (zum Beispiel hier: https://www.smart-rechner.de/immobilien/rechner.php).

Maklerprovision ist Verhandlungssache – wie viel ist wirklich drin?

Die Höhe der Provision ist nicht gesetzlich geregelt, sodass je nach Bundesland und Region, andere Provisionshöhen angesetzt werden. Somit ist die Provision generell Verhandlungssache.

Im Normalfall deckt die Maklercourtage jedoch die Kosten des Maklers. Somit gibt es bei der Vermietung eines Objekts auch Verhandlungsspielraum in Sachen Provision. Bei Immobilienverkäufen sieht das etwas anders aus, denn hier kann der Verkäufer mit dem Makler um die Provisionshöhe verhandeln.

Lässt sich eine Immobilie hingegen schwer verkaufen, etwa mangels Kaufinteressenten oder aufgrund schwieriger Bedingungen, wie rechtliche Faktoren oder Eintragungen im Grundbuch etc., so lassen sich Provisionshöhen eher schwer verhandeln.

Wann der Provisionsanspruch des Maklers unwirksam ist

Ein Maklervertrag kommt ausschließlich unter den oben genannten Bedingungen zustande. Hat beispielsweise der Makler seinen Kunden nicht über dessen Widerrufsrecht aufgeklärt, so ist auch der Maklervertrag unwirksam. Hier können Sie die Maklerprovision zurückverlangen und Einspruch erheben.

Auch andere Umstände können dazu führen, dass Sie rechtsgültig einen Teil der bezahlten Provision zurückverlangen können. Etwa, wenn die Maklerprovision nachweislich über der ortüblichen Provision lag.

Wie Sie die Maklerprovision steuerlich geltend machen können

Ist ein Veräußerungsgewinn vorhanden und ist dieser steuerpflichtig, so können Sie die Maklergebühren in Ihrer Steuererklärung steuerlich geltend machen:

Laut §23 Abs. 3 Satz 1 Einkommenssteuergesetz handelt es sich bei einem Veräußerungsgewinn um die Differenz zwischen Verkaufspreis und Anschaffungs- sowie Herstellungskosten (plus Werbungskosten). Wird ein Objekt ohne Gewinn verkauft, so können natürlich auch keine Maklergebühren steuerlich abgeführt werden.

Eine Maklerprovision kann auch nur dann steuerlich geltend gemacht werden, sofern der entstandene Gewinn ebenfalls steuerpflichtig ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Immobilie zum Betriebsvermögen gehört.

Gehört die Immobilie hingegen zum Privatvermögen, so müssen Sie den Veräußerungsgewinn erst dann versteuern, wenn die Immobilie vermietet war. Oder aber, wenn die Immobilie drei Jahre ununterbrochen selbst genutzt wurde.

Aber: Sind Sie bereits mehr als 10 Jahre Eigentümer einer Immobilie, so entsteht bei einem Verkauf kein steuerpflichtiger Gewinn. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie das Objekt selbst genutzt oder vermietet haben.

Lenhart Immobilien Visitenkarte

Lohnt sich die Beauftragung eines Immobilienmaklers?

Im Zuge des neuen Gesetzes zur Maklerprovision stellen sich viele Verkäufer von Immobilien die Frage, ob sich die Beauftragung eines Immobilienmaklers überhaupt noch lohnt. Zudem finden sich zahlreiche Online-Anbieter, welche die Vermarktung des eigenen Objekts auch völlig ohne Provision durchführen.

Und trotzdem gibt es gute Gründe für die Beauftragung eines Maklers. Der Grund: Viele Verkäufer unterschätzen den Aufwand eines Haus- oder Wohnungsverkaufs. Sie müssen zahlreiche Unterlagen (Energieausweis, Erschließungskostenbeitragsbescheinigung, Grundbuch und mehr) vorlegen, um den Verkauf korrekt abzuwickeln. Andernfalls drohen dem Verkäufer sogar Bußgelder.

Die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler bietet hier die nötige Sicherheit. Einerseits haben Sie einen kompetenten Berater an Ihrer Seite, andererseits klärt er Sie umfassend über die nötigen Dokumente auf. Und auch in Sachen Wertermittlung kann ein Immobilienmakler unterstützen. Er bringt die nötigen Erfahrungen und Marktkenntnisse mit, um ein Objekt realistisch einzuschätzen. Online-Anbieter beziehen hingegen nicht alle relevanten Faktoren mit ein.

Es gibt viele gute Gründe für die Beauftragung eines Maklers: Nicht nur hinsichtlich des „Papierkrams“ und der Wertermittlung, auch in Sachen Verkauf und Preisverhandlung. Ein guter Makler hat immer eine Vermögensschadenhaftplicht, Betriebshaftplicht und Rechtsschutzversicherung. Damit im Schadensfall (Schlüsselverlust, Falschberatung oder versehentliche Beschädigungen bei der Besichtigung) der Ersatz gesichert ist.

Vergessen Sie nicht: Makler handeln in Ihrem Interesse. Je höher der erzielte Verkaufspreis, um so höher seine Provision.

Maklergebühren 2020 – Fazit

Das neue Gesetz bezüglich der Maklerprovision sieht ab Ende des Jahres 2020 vor, dass sich Käufer und Verkäufer zukünftig die Maklercourtage teilen müssen. Käufer brauchen nur noch maximal 50% der Provision zu bezahlen, das bisherige Bestellerprinzip entfällt. Hat der Verkäufer seinen Teil bezahlt, so muss der Käufer seinen Anteil überweisen.

Experten gehen davon aus, dass vor allem professionelle und leistungsstarke Immobilienmakler von diesem neuen Gesetz profitieren werden. Ab sofort liegt es im Interesse aller Beteiligten, einen erfahrenen und guten Makler zu bekommen.

Angst vor einem Anstieg der Immobilienpreise müssen Sie dabei erst einmal keine haben. Immerhin benachteiligen zu hohe Verkaufspreise die Vermarktung eines Objekts enorm. Ja, die deutschlandweit gerechte Verteilung der Maklerkosten birgt für alle Parteien einige Vorteile.

Die Welt der Pflegeimmobilien

Status Quo: Der demografische Wandel und seine Folgen!

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Unsere Gesellschaft - vor allem in Deutschland wird immer älter. Gleichzeitig sinken die Geburtenraten. Ergo: Die Kluft zwischen Jung und Alt wird immer gravierender. Bereits heute liegt unsere durchschnitlliche Lebenserwartung weit über 80 Jahren. Aktuelle Schätzungen und Berechnungen prognostizieren, dass im jahre 2060 die Lebenserwartung jenseits der 89  liegen wird. Geht man vom heutigen Renteneintrittsalter von 67 Jahren aus, wird dann jeder dritte Deutsche im Rentenalter sein.

Weniger Kinder + Höhere Lebenserwartung = Überalternde Gesellschaft!

Im Wesentlichen verantwortlich dafür ist der Einfluss einer verbesserten Ernährung, Hygiene, medizinischen Versorgung und natürlich dem gestiegenden Wohlstand durch erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen. Ebenso bekommen heutige Familien im Normalfall keine fünf Kinder mehr. Frei verfügbare Verhütungsmöglichkeiten, andere Lebensmodelle und der Zwei-Verdiener-Haushalt (Double Income - No Kids) sind der Grund für die deutlich kleineren Familien.

Kurz Zusmmengefasst:

  • Die Kluft zwsichen Jung und Alt wird immer größer.
  • Jeder dritte Deutsche wird in ca. 40 Jahren über 65 Jahre alt sein.
  • Im Jahr 2060 wird die Lebenserwartung jenseits der 89 liegen.

Wofür sparen Sie Ihr Geld?

Zum Zeitpunkt der Erhebung dieser Zahlen im Jahr 2018 gaben etwa 56,5 Prozent der Befragten an, dass sie derzeit zu Konsumzwecken bzw. für spezielle Anschaffungen, wie z.B. ein Auto sparen.

Konsum, Anschaffung: 56,5%
Altersvorsorge: 53 %
Erwerb/Renovierung Wohneigentum: 36,8%
Kapitalanlage: 25,5%
Sonstiges: 5,4%
Notgroschen: 3,7%
Ausbildung Kinder: 1,9%

Die Deutschen sparen sich arm!

53% Sparbücher
29% Tages- oder Festgelder
38% Lebens- oder Rentenversicherung
79% Nutzen keine Kapitalmarktinvestments
15% Investmentfonds

Was Sie über Inflation unbedingt wissen sollten!

Sachwert schlägt Geldwert!

Bei der Auswahl einer Kapitalanlage sollten Sie immer auch die Inflation berücksichtigen. Aktuell ist der Guthabenzins auf einem Sparbuch nahezu bei 0%, die Tendenz geht eher Richtung Negativ-Zinsen. Abzüglich einer durchschnittlich angenommenen Inflation in Höhe von 2,5% p.a. bedeutet dies ein jährliches Minus von -2,5%. Die Rendite einer Kapitalanlage sollte also höher als 2,5% p.a. sein. Die durchschnittliche Mietrendite einer Pflegeimmobilie liegt bei 3,6 bis zu 4%.

Zukunftsmarkt: Steigender Pflegenotstand!

Die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden erhöht sich ab dem 65. Lebensjahr erheblich und das Risiko des Pflegefalleintritts eines 80-Jährigen liegt bereits bei über 20 Prozent. Tendenz steigend mit Zunahme des Alters.

Es wird damit gerechnet, dass die Altersgruppe 80+ künftig die Bevölkerungsgruppe mit dem stärksten Zuwachs sein wird und dadurch auch ein enormer Anstieg des Pflegebedarfs gegeben sein wird. Gerade auch deswegen, weil sich im fortschreitenden Alter die Intensität und Häufigkeit der Krankheiten erhöhen.

In vielen Fällen fehlen zunehmend auch die familiären Strukturen sich im die Pflege der Angehörigen zu kümmern. Viele ältere Menschen leben entweder weit weg von ihren Verwandten oder diese sind aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit nur bedingt verfügbar. Der Trend zu immer mehr Single-Haushalten ohne Kinder verstärkt diese Entwicklung. Folglich wird die nachfrage nach Pflegeplätzen in den nächsten Jahren enorm steigen.

Kurz Zusammengefasst:

  • Risiko des Pflegefalleintritts eines 80-Jährigen liegt bei über 20%
  • In den nächsten jahren müssen 450 neue Pflegeheime pro Jahr entstehen
  • Schon heute ist die durchschnittliche Auslastung vieler Heime bei über 90 Prozent

Vielerorts kann der Bedarf an Pflegeplätzen mit modernen Standards schon heute nicht mehr gedeckt werden. laut mehreren unabhängigen Sudien werden in den nächsten Jahren rund 450 Pflegeheime pro Jahr entstehen müssen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Heute leben über 900.000 Menschen in Pflegeheimen - in ca. 40 Jahren werden es weit über 2 Mio. sein!

Vorteile einer Pflegeimmobilie gegenüber einer Eigentumswohnung!

  1. Aufgrund garantierter Mieteinnahmen vom Betreiber können Sie mit durchgängig pünktlichen Mieteinnahmen rechnen.
  2. Ein Großteil der Instandhaltungskosten kann auf den Pächter umgelegt werden.
  3. Mietersuche entfällt, da sich der Betreiber darum kümmert.
  4. Nur unter hohen Auflagen wird der Bau genehmigt.
  5. Abrechnung erstellt die Hausverwaltung.
  6. Keine Mietpreisbremse, Stichwort: Qualifizierter Mietspiegel!
  7. Aktuelle Corona Gesetzgebung ausgehebelt!

Warum in eine Pflegeimmobilie investieren?

Eine Immobilie ist generell inflationsgeschützt und krisensicher. (Stichwort: Sachwert statt Geldwert). Interessant ist dies wenn Sie Ihre Rentenlücke schließen und für Ihr Alter ansparen möchten. Wenn Sie für Ihre Kinder ein Zusatzeinkommen ab 18 Jahren generieren wollen ist mit einer Zusahlung von 100,- € pro Monat auch das möglich.

Auf das sollten Sie achten!

  1. Standort
    Achten Sie beim Standort darauf, dass eine gute Verkehrsanbindung gegeben ist, sodass Anghörige leicht zu Besuch kommen können. Die Nähe zu Einkaufszentren und Apotheken/Ärzten sowie eine hohe Bevölkerungsdichte im nahen Umkries sind ebenfalls sehr wichtig.
  2. Betreiber
    Vor allem die Bonitätsstärke, Erfahrung und das Leistungsspektrum sind wichtige Qualitätsmerkmale. Auch neue Betreiber mit innovativen Konzepten können durchaus interessante Optionen bieten.
  3. Bauträger
    Dieser sollte Erfahrung im Spezialsegment "Bau von Pflegeheimen" haben.
  4. Hausverwaltung
    Diese sollte sich auf die Abrechnung und Verwaltung von Pflegeheimen spezialisiert haben.

Wie ensteht eine Pflegeheim?

  1. Bedarfsermittlung, Betreiberauswahl, Grundstücksauswahl
    - Erstellung einer machbarkeitsstudie in Form einer Markt- und Bedarfsanalyse (Erfassung von Altersstrukturen, Prüfung des Einzugsgebietes und der Infrastruktur sovie Lage- und Standortqualität, Wettbewerbssituation, etc.).
    - Betreiberauwahl.
    - Erwerb eines geeigneten Grundstücks.
  2. Konzeption und Planung
    - Bauplanung und architektionische Entwicklung in Abstimmung mit denAnforderungen des Betreibers.
    - Abklärung baulicher Gegebenheiten und rechtlicher Rahmenbedingungen
  3. Ausführung und Bauphase
    - Kontrolle der Bauentwicklung und Überwachung des Baufortschritts
    Umsetzung der Anforderungen des Betreibers
  4. Fertigstellung und Nutzung
    - Übergabe ann den Pächter/Betreiber

Es gibt zwei verschiedene Modelle!

  1. Fertiges Pflegeheim
    Diese Heim ist bereits in Betrieb und die Miete fliest sofort. Hier haben Sie keine Zwischenfinanzierung.
  2. Neu zu bauendes Pflegeheim
    Dieses ist noch nicht in Betrieb. Sie genießen den Vorteil von einer KFW Förderung

Investieren Sie ausschließlich in Ballungsgebiete.

20 Vorteile einer Pflegeimmobilie!

>> Grundbucheigentümer: Echtes Eigentum - jederzeit vererb-, verschenk-, oder verkaufbar

>> Renditestark: Bis zu 4% p.a.

>> Sicher: Bis zu 25 Jahre Mietgarantie plus Verlängerungsoption

>> Einfach: Minimaler Verwaltungsaufwand (übernimmt überwiegend die Hausverwaltung)

>> Profitabel: Gewinne sind nach 10 Jahren steuerfrei

>> Inflationsgeschützt: Durch indexierten Mietvertrag

>> Keine Maklerprovision: Unsere Provision ist bereits im Kaufpreis des Bauträgers enthalten

>> 360°-Betreuung: Wir begleiten Sie gerne zur Bank und zum Notar - auch nach dem Kauf sind wir für Fragen immer für Sie da

>> Neu: Jetzt auch als Kindersparplan möglich!

>> Service: Professionelle Hausverwaltungen übernehmen die gesamte Verwaltung und Koordination

>> Steuerliche Vorteile: Durch Abschreibung des Gebäudes und evtl. des Inventars

>>Mehrwert: Bevorzugtes Belegeungsrecht für sich und Familienangehörige in jedem Heim des Betreibers

>> Bequem: Keine Mietersuche, kein Mieterkontakt

>> Flexibel: Jederzeit wieder verkaufbar

>> Qualität: Geprüfte Standort- und Bedarfsanalyse

>> Hohe Bauqualität: Durch erfahrene Baunternehmen

>> Hohe Förderungen: Teilweise sogar Zuschüsse aufgrund KfW-Bauweise

>> Vermögensaufbau: Ca. 77% bezahlt vom evtl. Fremdkapital der Betreiber durch die Pacht

>> Kapitalmarktunabhängig: Egal ob Rohstoffe oder Aktien fallen oder steigen, Pflegebedarf besteht immer

>> Zukunftsorientiert: In den nächsten 20 Jahren fehlen über 500.000 Pflegeplätze

Die Finanzierung von Pflegeimmobilien

Nicht alle Banken übernehmen die Finanzierung einer Pflegeimmobilie. Hintergrund ist, dass diese Immobilie einem bestimmten Zweck zugeführt ist und hier spezielle Rahmenbedingungen gelten. Nahmhafte Versicherungsgesellschaften können unter umständen auch hier mit langjährigen Zinsbindungen punkten. Generell sollte hier aber eine Bank aufgesucht werden die Erfahrung in diesem Bereich hat und schon öfter Immobilien dieser Art und Weise finanziert hat.

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Fazit!

Eine Pflegeimmobilie ist mit Sicherheit eine attraktive Kapitalanlage. Ob diese für Sie zutrifft muss immer in einem Beratungsgespräch mit einem Experten geklärt werden. Hier wird der Bedarf ermittelt und dahingehend beraten. Auf alle Fälle ist die Pflegeimmobilie in Zeiten von Verwahrungsentgelt, Brexit, Steuer-Reformen, Spannungen auf der ganzen Welt, Corona und niedriges Zinsumfeld eine renditestarke Anlagemöglichkeit. Viele Anleger und Institute (Banken, Bauparkassen, Versicherer) investieren deshalb schon seit längerer Zeit vermehrt in diese Art von Immobilien. Ein attraktiver Lösungsansatz!

Lenhart Immobilien

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Ihr Traum-Immobilienmakler Ralf Lenhart ist persönlicher Ansprechpartner rund um das Thema Immobilien in Augsburg, Krumbach und Umgebung.
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