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Im Alter Haus verkaufen und in Wohnung ziehen? Tipps für den Ruhestand!

Aktualisiert: 29. November 2022

Im Alter Haus verkaufen” ist wohl eines der Top-Themen, wenn die Kinder schon lange ausgezogen sind.

Der Traum vom Eigenheim ist fest in unserer Ideologie verankert. Unser ganzes Leben lang arbeiten wir hart, drehen jeden Pfennig zweimal um und nehmen schließlich noch einen Kredit von der Bank auf, um ihn uns zu erfüllen. Denn ein eigenes Haus ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf.

Ein eigenes Heim ist ein Ort, der uns Schutz bietet, ein Heim, das wir mit unseren Liebsten teilen, eine Welt, in der wir unsere Kinder großziehen. Ein Eigenheim ist kein Objekt, sondern eine mit Emotionen geladene Erinnerung – deshalb fällt es uns umso schwerer, uns irgendwann davon zu verabschieden.

Doch an Vergangenem festzuhalten, hilft uns in der Gegenwart nicht weiter. Mut zur Veränderung und der Umzug in eine Wohnung können hingegen viel Positives mit sich bringen.

Wir zeigen Ihnen deshalb hier, welche Vorteile der Immobilienverkauf im Alter hat, wann sich ein Hausverkauf wirklich lohnt und wie die Wohnsituation nach dem Kaufvertrag aussieht.

Es stellt sich daher die Frage: Haus behalten oder verkaufen?

Im Alter Haus verkaufen - der Leitfaden von Lenhart Immobilien hilft
Das Haus verkaufen oder doch lieber behalten?

Zeit für einen Tapetenwechsel: Gründe für einen Hausverkauf im Alter

Jeder Mensch verändert sich im Laufe seines Lebens, genauso wie seine individuellen Bedürfnisse sowie der Wunsch nach der passenden Wohnform.

Wenn die Kinder groß geworden sind und schon lange nicht mehr darin wohnen, eine eigene Familie und Verpflichtungen haben, ein eigenes Leben führen, ist das Heim wahrscheinlich zu groß geworden.

Wenn sie viele Jahre in der Immobilie gelebt haben und nun plötzlich alles “so still” geworden ist, nimmt man die Verpflichtungen der bewohnten Immobilie umso deutlicher wahr: Gartenpflege, das Dach muss erneuert werden, die tägliche Reinigung und kleine Instandhaltungen können am eigenen Energiehaushalt zerren.

Auch wenn ein Eigenheim früher für die Familiengründung die erste Wahl war, heißt das nicht, dass es ein Leben lang die ideale Lösung ist.

Wer jedoch die Immobilie frühzeitig als Anlage angesehen hat, kann heutzutage umso mehr davon profitieren und den aktuellen Wert der Immobilie perfekt für seine eigenen Wünsche nutzen.

Denn das Darlehen ist im hohen Alter oft vollständig getilgt und der Verkauf einer Immobilie samt Wertzuwachs kann Ihnen komplett neue Möglichkeiten eröffnen.

Hinzu kommen weitere Faktoren, die für einen Verkauf des Eigenheims sprechen und die Option in eine Mietwohnung zu ziehen plötzlich Realität wird:

  • Einfach zu groß: Nachdem die Kinder flügge geworden sind und das Elternhaus verlassen haben, stehen immer mehr Räume leer. Alleine oder mit dem Partner werden nur wenige Zimmer benötigt und kein ganzes Haus mehr. Die stillgelegten Kinderzimmer warten vergebens auf die Rückkehr ihrer einstigen Bewohner und lassen das Haus verlassen und kalt wirken.
  • Zu kostspielig: Irgendetwas ist doch immer – die Rohre rosten, die Heizung ist veraltet oder der Garten wuchert über des Nachbarn Grundstück. Gerade, wenn das Haus bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, häufen sich die Probleme. Die Rohrzange in die Hand zu nehmen und die Reparaturen selbst zu erledigen, fällt im Alter schwer. Deshalb muss regelmäßig der Gärtner, der Heizungsbauer, der Schornsteinfeger oder der Klempner ins Haus geholt werden, wodurch sich die Rechnungen schnell stapeln.
  • Zu unpraktisch: Die wenigsten Häuser wurden früher seniorengerecht gebaut. Damals lag das Alter noch in weiter Ferne und man hat keine Gedanken an begehbare Duschen, verbreiterte Türdurchgänge und schwellen freie Zimmerübergänge verschwendet. Doch nun ist die Gesundheit angeschlagen und eine barrierefreie Wohnung würde eine große Erleichterung mit sich bringen – der Umbau des Eigenheims gestaltet sich dabei allerdings ungleich kostspieliger und komplizierter als der Umzug in ein altersgerechtes Heim.
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Wenn man Hausarbeiten nicht mehr alleine erledigen kann, kann es schnell zu hohen Rechnungen kommen

Checkliste: In diesem Fall lohnt sich der Verkauf Ihrer Immobilie

  • Die Instandhaltung von Haus und Garten ist zu mühsam/kostspielig
  • Viele Zimmer stehen leer und die Immobilie ist zu groß
  • Ein altersgerechter Umbau wäre nötig
  • Ein Umzug zu den Kindern oder in ein Pflegeheim steht an
  • Das Geld wird für die Altersversorgung benötigt

Immobilie im Alter verkaufen: Wann ist der beste Zeitpunkt zum Hausverkauf?

Ist die generelle Entscheidung für den Hausverkauf gefällt worden, bleibt noch die Frage offen, wann der bestmögliche Zeitpunkt dafür ist. Die Antwort darauf lautet ganz simpel: jetzt.

Wer also schon länger mit der Entscheidung hadert, sollte Nägel mit Köpfen machen und den Verkauf in Angriff nehmen. Doch dafür sollten Sie zunächst wissen, wie viel Ihre Immobilie eigentlich wert ist.

Eine grobe Idee erhalten Sie, wenn Sie die aktuellen Quadratmeterpreise aus der Region ermitteln und mit der Wohnfläche Ihrer Immobilie multiplizieren. Noch genauer wird es, wenn Sie dafür einen online Immobilien-Rechner zurate ziehen, der weitere Faktoren (wie das Baujahr, den Zustand und die Ausstattung) einbezieht.

Die aussagekräftigste Antwort erhalten Sie jedoch nach wie vor, wenn Sie einen Fachmann hinzuziehen und Ihr Haus von einem Immobilienmakler schätzen lassen. Dieser kann Sie im Anschluss auch direkt beim Verkauf unterstützen, geeignete Käufer finden und den Kaufvertrag aufsetzen.

Checkliste: Tipps zum Thema “Haus verkaufen im Alter

  • Verkaufen Sie bei attraktiven Immobilienpreisen (zum Beispiel noch jetzt)
  • Lassen Sie Ihr Eigenheim von einem Experten schätzen
  • Nehmen Sie sich Zeit & definieren Sie vorab Ihre Ziele
  • Nutzen Sie die neutrale Beratung eines Fachanwalts oder eines Maklers mit entsprechendem Know-How für den Kaufvertrag

Hausverkauf innerhalb der Familie: So kann das Haus an die Kinder verkauft werden

Die Gründe für den Hausverkauf können unterschiedlicher nicht sein, doch selbst wenn wir wissen, dass ein Verkauf die beste Entscheidung ist, fällt uns dennoch oftmals schwer, unser geliebtes Eigenheim in fremde Hände zu geben.

Doch zum Glück gibt es auch hierfür eine Lösung: Wir verkaufen das Haus an unsere Kinder. Denn neben den klassischen Modellen des Verschenkens oder Vererbens haben Sie natürlich auch noch die Möglichkeit Ihr Heim zu Lebzeiten an Ihre Kinder zu verkaufen.

Der große Vorteil ist hierbei, dass bei einem Verkauf an Verwandte ersten Grades (wie den Kindern) keine Grunderwerbsteuer anfällt. Dadurch können Sie sich je nach Bundesland zwischen 3,5-6,5 % des Kaufpreises an Steuern sparen sowie die Kosten für einen Makler.

Lediglich die Notar- und Grundbuchkosten sowie mögliche Kosten für einen Energieausweis müssen Sie in diesem Fall entrichten.

Aber Achtung:

Wenn Sie Ihr Haus deutlich unter Wert an Ihre Familie verkaufen möchten, kann Ihnen das Finanzamt eine Schenkung oder Teilschenkung unterstellen und darauf eine Schenkungssteuer erheben. Um das zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen beim tatsächlichen Kaufpreis zu bleiben oder diesen zu drücken, indem Sie sich als Verkäufer ein Wohnrecht oder Nießbrauchrecht einräumen.

Das hat gleichzeitig auch den Vorteil, dass Sie weiterhin mit Ihrer Familie in Ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.

Alternativ kann auch eine Leibrente vereinbart werden, bei welcher Sie bis zum Lebensende eine monatliche Zahlung erhalten, wodurch Sie insbesondere Ihr Pflegeheim finanzieren können.

Vorteile des Verkaufs innerhalb der Familie (z. B. Kinder, Enkel usw.)

  • Beim Verkauf an die Kinder entfällt die Grunderwerbsteuer
  • Es fällt keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer an
  • Das Haus bleibt in der Familie
  • Alle Besitzverhältnisse werden offiziell zu Lebzeiten geklärt
  • Eine anschließende Nutzung ist weiterhin möglich

Wie sieht die Wohnsituation nach dem Hausverkauf aus?

Wer sein halbes Leben lang in seinem eigenen Haus gewohnt hat, kann sich kaum vorstellen, dieses im Alter zu verlassen und neue Zelte aufzuschlagen.

Diese gravierende Veränderung scheint beängstigend und uns schießt immer wieder die gleiche Frage durch den Kopf: Wo sollen wir dann bloß wohnen? Eine einzige Antwort gibt es darauf nicht, dafür aber mehrere.

  • Im eigenen Haus wohnen bleiben: Wer sein Haus an seine Kinder verkauft, darf häufig auch weiterhin darin wohnen bleiben. Doch auch, wer nicht auf die Kulanz seiner Angehörigen angewiesen sein will, hat diese Möglichkeit. Denn tatsächlich ist es möglich, sich im Grundbuch ein lebenslanges Wohnrecht mit einer Zeit- oder Leibrente zusichern zu lassen, wodurch bis zum Lebensende für die Unterkunft sowie die Rente gesorgt ist.
  • In eine altersgerechte Wohnung umziehen: Einer der häufigsten Gründe für Eigentümer ihr Haus zu verkaufen ist, dass dieses nicht mehr altersgerecht ist. Der Umzug in eine kleinere Wohnung, die ebenerdig, barrierefrei und komfortabel ist, kann hier eine große Erleichterung verschaffen – egal, ob das in Form einer Eigentumswohnung, einer Mietwohnung oder eines betreuten Wohnens geschieht. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Bad-, Küchen-, und Wohnraumausstattung speziell auf die Anforderungen von Senioren und gegebenenfalls einer späteren Pflegebedürftigkeit ausgerichtet sind.
  • In ein Pflegeheim umziehen: Wer nicht mehr alleine wohnen kann, sollte den Umzug in ein Pflegeheim in Erwägung ziehen oder zumindest im betreuten Wohnen eine Option sehen. Die vergleichsweise kostspielige Unterkunft kann in diesem Fall durch die Einnahmen aus dem Hausverkauf finanziert werden. So kann das Eigenheim als Altersvorsorge angesehen werden und ihr Verkauf als Rentenauszahlung.
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In einem Pflegeheim ist man im Alter in Gesellschaft

Haus im Alter verkaufen oder wohnen bleiben – Das Fazit

Viele Eigentümer spielen mit dem Gedanken, die eigene Immobilie im Alter zu veräußern. Der Verkauf der eigenen Immobilie ist lediglich eine Option. Im fortschreitenden Alter sollten Sie alle erdenklichen Optionen für sich und Ihre Familie sorgfältig ausloten.

Dabei können Sie den Verkauf der Immobilie anstreben, oder eine der hier genannten Optionen in Erwägung ziehen.

Denn eines ist sicher: Ein Eigenheim im Alter kann zu einer großen Belastung führen, wenn die Immobilie zu groß oder in die Jahre gekommen ist. Einfacher ist es, von dem Verkaufspreis in eine kleinere Wohnung zu ziehen und diese für die Nachkommen als Kapitalanlage zu betrachten.

Dabei sind Sie im Grundbuch eingetragen und neuer Eigentümer einer neuen (altersgerechten) Immobilie.

Haus und Garten sind schön, jedoch muss man sich ebenfalls darum kümmern. Ein eigenes Haus bedeutet ebenfalls eine große Verpflichtung.

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Über den Autor

Ralf Lenhart ist Immobilienmakler aus Leidenschaft und unterstützt seine Kunden seit 2012 rund um das Thema "Traumimmobilie". Auf diesem Blog gibt er Interessenten relevante Tipps und Tricks zur Immobilienbranche. Mit über 600 erfolgreich vermittelten Objekten und über 3000 zufriedenen Kunden ist er in der Region Augsburg, Günzburg, und Krumbach die Anlaufstelle für Immobilienverkäufer und -käufer gleichermaßen.

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