Die Immobilienpreise im Landkreis Günzburg 2026 zeigen eine vorsichtige Stabilisierung nach den Korrekturen der Vorjahre. Als lokaler Immobilienmakler beobachten wir eine leichte Erholung bei Wohnungen, während Häuser weiterhin moderat im Preis bleiben.
Dieser umfassende Immobilienmarktbericht bietet Ihnen aktuelle Marktdaten, Preisentwicklungen und fundierte Analysen für den Landkreis Günzburg.
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:
- Aktuelle Immobilienpreise im Landkreis Günzburg 2026 für Häuser und Wohnungen
- Analyse der Preisentwicklung: Stabilisierung nach mehrjähriger Korrektur
- Mietspiegel: Kontinuierlicher Anstieg der Mietpreise um über 16 % seit 2023
- Regionale Preisunterschiede: Günzburg vs. ländliche Gemeinden im Kreis
- Einflussfaktoren: Zinsentwicklung, Demografie und politische Rahmenbedingungen
- Marktprognose: Zukunftsaussichten für Immobilien im Landkreis
Wichtiger Hinweis: Die Analysen für diesen Immobilienmarktbericht beruhen auf unserer Auswertung der Angebotspreise von Immobilienportalen wie Immoscout24.
Diese Preise entsprechen nicht den tatsächlich beurkundeten Verkaufspreisen, die beim Gutachterausschuss einzusehen sind. In der Regel fallen die beurkundeten Kaufpreise um bis zu 30 Prozent niedriger aus als die Angebotspreise.
Was wird im Kreis Günzburg wirklich für Immobilien bezahlt?
Im Abschnitt „Der Lenhart-Immobilienmarktbericht: echte Verkaufspreise als Entscheidungsgrundlage“ haben Sie die Möglichkeit, unseren kostenlosen Lenhart-Immobilienmarktbericht anzufordern.
Er basiert auf den beurkundeten Kaufpreisen aus den amtlichen Daten des Gutachterausschusses und bietet einen realistischen Einblick in die tatsächliche Marktlage.
Quadratmeterpreise im ersten Quartal 2026 Landkreis Günzburg – Schnellübersicht
Hier erhalten Sie einen schnellen Überblick über die aktuellen Quadratmeterpreise für Häuser und Wohnungen im Landkreis Günzburg 2026.
| Kategorie | Ø Preis/Preisspanne | Tendenz |
| Angebotspreise Häuser | Ø 3.284 €/m² (2.985-4.347 €/m²) | Stabilisierung nach Korrektur |
| Angebotspreise Wohnungen | Ø 3.018 €/m² (2.640-5.151 €/m²) | moderater Aufwärtstrend |
| Mietpreise Häuser | Ø 10,26 €/m² (9,81-13,89 €/m²) | kontinuierlich steigend |
| Mietpreise Wohnungen | Ø 9,88 €/m² (9,25-14,05 €/m²) | kontinuierlich steigend |
| Prognose Immobilienpreise | 1,5–2,5 % Anstieg erwartet | positiver Trend |
Aktuelle Marktlage im Kreis Günzburg
Der Immobilienmarkt im Landkreis Günzburg zeigt sich 2025/2026 insgesamt stabilisiert, jedoch differenziert. Nach den deutlichen Preisanpassungen der Jahre 2023 und 2024 hat sich das Marktgeschehen beruhigt. Kauf- und Verkaufsentscheidungen erfolgen strukturierter, Preisverhandlungen sachlicher und stärker objektbezogen als in den Hochphasen der vergangenen Jahre.
Das Marktgeschehen wird weiterhin überwiegend vom Bestand getragen. Gut gepflegte und marktgerecht bepreiste Immobilien finden nach wie vor Nachfrage, während Objekte mit höherem Sanierungsbedarf oder unrealistischen Preisvorstellungen deutlich längere Vermarktungszeiten aufweisen.
Dabei hat sich die Preissensibilität des Marktes deutlich erhöht. Ein überhöhter Angebotspreis erzeugt heute keinen Spielraum – er erzeugt Stillstand. Käufer reagieren sensibel auf Preisabweichungen und meiden Objekte, die nicht marktgerecht positioniert sind. Die Folge ist ein früher Nachfrageeinbruch bereits in den ersten Vermarktungswochen.
Verschärft wird die Situation durch das begrenzte Angebot an neuem Wohnraum. Kaufinteressenten interpretieren lange Standzeiten als Preissignal. Aus einem starken Angebot wird so schleichend ein „Problemobjekt“ – allein durch die falsche Preisstrategie. Lage, energetischer Zustand und Ausstattungsqualität gewinnen dadurch spürbar an Bedeutung.
Ein begrenzender Faktor bleibt das Angebot an neuem Wohnraum. Bayernweit wurden im Jahr 2024 lediglich rund 55.000 Wohnungen fertiggestellt, womit das Ziel von 70.000 neuen Wohnungen deutlich verfehlt wurde.
Für 2026 planen die bayerischen Wohnungsunternehmen nach Angaben des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen (Quelle: VdW Bayern) lediglich 3.350 neue bezahlbare Wohnungen, wobei die Umsetzung zahlreicher Projekte aufgrund unsicherer Förderbedingungen noch offen ist.
Zwar wurden 2025 wieder mehr Baugenehmigungen erteilt, diese führen jedoch nur verzögert und nicht vollständig zu zusätzlichem Wohnraum.
Für den Landkreis Günzburg bedeutet dies, dass sich das Angebot insgesamt nur langsam erweitert, während die Nachfrage bestehen bleibt. Die Lage zwischen Ulm und Augsburg, eine stabile Wirtschaftsstruktur sowie langfristige Bevölkerungszuwächse stützen den Immobilienmarkt.
Insgesamt präsentiert sich der Markt wieder funktionsfähig, jedoch anspruchsvoller und selektiver als in früheren Hochpreisphasen.
Was kosten Häuser im Landkreis Günzburg?
Nach dem Höchststand im ersten Quartal 2023 mit durchschnittlich 3.520 Euro pro Quadratmeter haben sich die Hauspreise im Landkreis Günzburg deutlich angepasst. Der Tiefpunkt wurde im zweiten Quartal 2024 mit 3.237 Euro erreicht.
Seitdem zeigt sich eine leichte Stabilisierung. Im zweiten Quartal 2025 stiegen die Angebotspreise erstmals wieder an und erreichten 3.320 €/m² (+2,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal). Diese positive Entwicklung setzte sich im vierten Quartal 2025 mit 3.403 3.320 €/m² fort (+4,5 % im Jahresvergleich).
In Q1 2026 liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Häuser bei 3.284 3.320 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 0,5 Prozent.
Im ersten Quartal 2026 bewegen sich die Angebotspreise für Häuser im Landkreis Günzburg – abhängig von Lage, Zustand und Ausstattung – zwischen 2.985 Euro und 4.347 Euro pro Quadratmeter.
Diese Preisspanne spiegelt die strukturellen Unterschiede innerhalb des Marktes wider und ist typisch für einen regional differenzierten Immobilienmarkt.
Was kosten Wohnungen im Landkreis Günzburg?
Bei Eigentumswohnungen im Landkreis Günzburg zeigt sich eine ähnliche, aber etwas stabilere Entwicklung wie bei Häusern. Nach dem Höchststand im ersten Quartal 2023 mit 3.081 €/m² folgte eine Korrekturphase mit dem Tiefpunkt im dritten Quartal 2024 bei 2.911 €/m².
Seit dem vierten Quartal 2024 bewegen sich die Preise wieder aufwärts. Im ersten Quartal 2025 lag der Durchschnittspreis bei 2.976 €/m², was erstmals seit langem wieder einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutete (+0,5 %).
Diese Entwicklung setzte sich kontinuierlich fort: Im zweiten Quartal 2025 erreichten die Preise 2.992 €/m² (+1,9 %), im dritten Quartal 3.022 €/m² (+3,8 %) und im vierten Quartal 3.007 €/m² (+2,1 %).
Im ersten Quartal 2026 liegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Landkreis Günzburg – abhängig von Lage, Baujahr und Ausstattungsniveau – zwischen 2.640 Euro und 5.151 Euro pro Quadratmeter.
Das Preisgefüge reicht dabei von einfachen Bestandswohnungen bis hin zu hochwertigen Neubau- und Premiumobjekten.
Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen bleibt vergleichsweise stabil. Treiber ist weniger die kurzfristige Preisentwicklung als vielmehr die anhaltende Knappheit am Mietmarkt.
Für Eigennutzer wie auch für Kapitalanleger bleiben Wohnungen damit ein gefragtes Segment, insbesondere in gut angebundenen Lagen.
Immobilienpreise 2026 im Landkreis Günzburg nach Gemeinden
Die Immobilienpreise im Landkreis Günzburg zeigen deutliche regionale Unterschiede je nach Lage der Gemeinden.
Um Ihnen einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Preisniveaus zu geben, haben wir die aktuellen Angebotspreise für das erste Quartal 2026 für die wichtigsten Gemeinden im Kreis zusammengestellt.
Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter für Immobilien im Landkreis Günzburg liegt aktuell (Stand Februar 2026) bei 3.284 € für Häuser und 3.018 € für Wohnungen.
Die folgenden Übersichten zeigen, wie sich diese Durchschnittswerte auf die einzelnen Gemeinden verteilen.
Quadratmeterpreise für Häuser nach Gemeinden im Kreis Günzburg (Q1 2026)
Die höchsten Hauspreise im Landkreis finden sich erwartungsgemäß in der Kreisstadt Günzburg mit 3.662 € pro Quadratmeter. Mit deutlichem Abstand folgt Leipheim mit 3.541 €/m², was auf die gute Verkehrsanbindung und Nähe zu Ulm zurückzuführen ist.
Im mittleren Preissegment liegen Burgau (3.331 €/m²), Jettingen-Scheppach (3.257 €/m²) und Ziemetshausen (3.241 €/m²). Diese Gemeinden profitieren von einer guten Infrastruktur und attraktiven Wohnlagen.
Am günstigsten sind Häuser in Neuburg an der Kammel mit durchschnittlich 3.063 € pro Quadratmeter zu erwerben. Auch Ichenhausen (3.094 €/m²), Thannhausen (3.147 €/m²) und Krumbach (3.152 €/m²) bieten vergleichsweise günstige Einstiegsmöglichkeiten in den Immobilienmarkt des Landkreises.
Quadratmeterpreise für Wohnungen nach Gemeinden im Kreis Günzburg (Q1 2026)
Auch bei den Wohnungspreisen führt die Kreisstadt Günzburg mit 3.380 € pro Quadratmeter, gefolgt von Leipheim mit 3.301 €/m² und Krumbach mit 3.202 €/m².
Krumbach zeigt dabei eine Besonderheit: Während die Hauspreise im unteren Segment liegen, sind Wohnungen dort vergleichsweise teuer, was auf eine hohe Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten hindeutet.
Im mittleren Preissegment liegen Burgau (3.011 €/m²), Ziemetshausen (2.999 €/m²) und Thannhausen (2.985 €/m²).
Die günstigsten Wohnungen im Landkreis Günzburg finden sich in Ichenhausen mit durchschnittlich 2.718 € pro Quadratmeter. Ebenfalls im unteren Preissegment liegen Burtenbach (2.789 €/m²), Neuburg an der Kammel (2.855 €/m²) und Jettingen-Scheppach (2.910 €/m²).
Mietspiegel: Mietpreise im Landkreis Günzburg 2026
In diesem Immobilienmarktbericht werten wir die aktuellen Mietangebote auf den Immobilienportalen aus, um die kurzfristige Marktbewegung im Wohnungs- und Hausmietmarkt bis zum ersten Quartal 2026 abzubilden.
Entwicklung der Mietpreise für Häuser
Die Mieten für Häuser im Landkreis Günzburg sind von 8,82 Euro pro Quadratmeter im ersten Quartal 2023 auf 10,26 Euro pro Quadratmeter im ersten Quartal 2026 gestiegen.
Dies entspricht einer Steigerung von 16,3 Prozent innerhalb von drei Jahren. Gegenüber dem Vorjahresquartal beträgt der Anstieg 5,1 Prozent.
Im ersten Quartal 2026 bewegen sich die Angebotsmieten für Häuser – abhängig von Lage, Größe und Ausstattung – zwischen 9,81 Euro und 13,89 Euro pro Quadratmeter.
Entwicklung der Mietpreise für Wohnungen
Auch bei Wohnungen zeigt sich ein anhaltender Aufwärtstrend. Die durchschnittlichen Angebotsmieten stiegen von 8,74 Euro pro Quadratmeter im ersten Quartal 2023 auf 9,88 Euro pro Quadratmeter im ersten Quartal 2026.
Dies entspricht einem Plus von 13,0 Prozent innerhalb von drei Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt der Anstieg bei 4,1 Prozent.
Die Angebotsmieten für Wohnungen liegen im ersten Quartal 2026 – je nach Lage, Baujahr und Ausstattungsstandard – zwischen 9,25 Euro und 14,05 Euro pro Quadratmeter.
Während sich der Kaufmarkt zuletzt etwas beruhigt hat, ziehen die Mieten weiter an. Für viele Haushalte bleibt die Situation auf dem Mietmarkt damit angespannt.
Faktoren, die die Immobilienpreise im Landkreis Günzburg beeinflussen
Die Preisentwicklung am Immobilienmarkt wird von einer Vielzahl übergeordneter und regionaler Faktoren bestimmt.
Neben allgemeinen Rahmenbedingungen wie Konjunktur und Finanzierung wirken im Landkreis Günzburg vor allem lokale Strukturen und standortspezifische Gegebenheiten auf Angebot, Nachfrage und Preisbildung.
Demografische Entwicklung im Kreis Günzburg
Die Bevölkerung im Landkreis Günzburg ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Mit aktuell 130.103 Einwohnern (Stand 06/2025) zeigt sich eine stabile demografische Entwicklung.
Prognosen des Bayerischen Landesamts für Statistik gehen von einem weiteren Bevölkerungswachstum bis in die frühen 2040er-Jahre aus.
Neben dem quantitativen Wachstum verändert sich vor allem die Struktur der Bevölkerung. Der Anteil älterer Haushalte wird deutlich zunehmen, wodurch sich der Wohnraumbedarf stärker differenziert.
Gefragt sind zunehmend barrierearme Wohnungen, gut angebundene Lagen sowie Wohnformen, die eine langfristige Nutzung ermöglichen.
Diese demografische Verschiebung wirkt weniger als kurzfristiger Preistreiber, sondern prägt die Art der nachgefragten Immobilien. Der Immobilienmarkt im Landkreis Günzburg wird damit nicht nur durch Wachstum, sondern zunehmend durch veränderte Wohnbedürfnisse bestimmt.
Pendler- und Verkehrsanbindung
Der Landkreis Günzburg ist deutlich als Wohn- und Pendlerregion geprägt. Nach Daten des Pendleratlas stehen rund 19.800 Auspendlern etwa 16.700 Einpendler gegenüber.
Der Landkreis weist damit ein negatives Pendlersaldo auf. Gleichzeitig arbeiten knapp 40.000 Personen innerhalb des Landkreises selbst (Quelle: Pendleratlas). Diese Struktur zeigt, dass der Kreis sowohl Wohnstandort für Berufspendler als auch eigenständiger Arbeitsraum ist.
Die ausgeprägte Pendlerbewegung ist eng mit der Verkehrsanbindung des Landkreises verknüpft. Über die Autobahnen A7 und A8 sowie das überregionale Straßennetz sind Arbeitszentren wie Ulm, Neu-Ulm und Augsburg gut erreichbar.
Erreichbarkeit bleibt damit ein wichtiger Nachfragefaktor, auch wenn Arbeitsmodelle wie Homeoffice die Bedeutung täglicher Pendelwege teilweise relativiert haben.
Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarktstabilität
Die Wirtschaftsstruktur im Landkreis Günzburg ist breit aufgestellt und überwiegend mittelständisch geprägt. Neben produzierendem Gewerbe und Dienstleistung spielt auch die Industrie eine wichtige Rolle: Rund 38 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten im produzierenden Gewerbe, etwa 41 % im Dienstleistungsbereich (Quelle: Wikipedia).
Regionale Unternehmen prägen den lokalen Arbeitsmarkt entscheidend. So ist der Weltmarktführer für Einkaufs- und Gepäcktransportwagen, Wanzl GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Leipheim einer der größten Arbeitgeber der Region. In Burtenbach zählt der Nutzfahrzeug- und Trailer-Spezialist Kögel Trailer GmbH zu den bedeutenden Industrieunternehmen.
Weitere wichtige Arbeitgeber im Landkreis sind die BWF Offermann, Waldenfels & Co. KG in Offingen und AL-KO in Kötz.
Auch zahlreiche mittelständische Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe und spezialisierten Bereichen tragen zur Beschäftigung bei. Beispiele hierfür sind die MUNK Group, Evoqua Water Technologies und etablierte Maschinen- und Anlagenbauer, die über lokale Arbeitsplätze hinaus vernetzt sind.
Diese breit gestreute Struktur wirkt stabilisierend auf den Immobilienmarkt, da die Wohnraumnachfrage nicht nur durch einzelne Großkonzerne, sondern über viele Unternehmen hinweg getragen wird. Dadurch ist die regionale Wirtschaft weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen und unterstützt eine kontinuierliche Nachfrage nach Wohnraum.
Wie entwickeln sich die Preise für Immobilien im Landkreis Günzburg weiter?
Bundesweite Marktanalysen erwarten für 2026 eine weitgehend stabile Entwicklung mit moderaten Preisbewegungen.
Branchenverbände wie der Immobilienverband Deutschland (IVD) und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken gehen im Durchschnitt von Veränderungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich (rund 2–4 %) aus, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändern.
Für den Landkreis Günzburg lässt sich diese Einschätzung grundsätzlich bestätigen, jedoch mit regionaler Einordnung. Der Markt ist weiterhin vom Bestand geprägt, die Neubautätigkeit bleibt begrenzt und die Nachfrage stabil.
Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einer fortgesetzten Stabilisierung. Gut ausgestattete Bestandsimmobilien in nachgefragten Lagen können punktuell Preiszuwächse verzeichnen, während sich der Gesamtmarkt weiterhin preislich diszipliniert zeigt. Breite oder dynamische Preissprünge sind derzeit nicht absehbar.
Gleichzeitig gilt: Immobilienmärkte lassen sich nicht beliebig weit in die Zukunft prognostizieren. Nationale und internationale Entwicklungen – etwa in der Wirtschafts-, Finanz- oder Energiepolitik – können die Rahmenbedingungen kurzfristig verändern.
Aussagen zur Preisentwicklung sind daher stets als Einordnung auf Basis des aktuellen Marktumfelds zu verstehen, nicht als langfristige Vorhersage.
Der Lenhart Immobilien Marktbericht: echte Verkaufspreise als Entscheidungsgrundlage
Angebotspreise zeigen Erwartungen – Verkaufspreise zeigen den Markt. Unser Lenhart-Immobilienmarktbericht für den Landkreis Günzburg basiert auf den tatsächlich beurkundeten Kaufpreisen aus den amtlichen Daten des Gutachterausschusses.
Damit erhalten Sie eine realistische Einordnung der aktuellen Marktlage im Landkreis. Für Eigentümer schafft der Bericht eine belastbare Grundlage für die Preisfindung, für Käufer und Investoren eine sachliche Orientierung jenseits von Inseraten und Marktgerüchten.
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Unser Fazit: Marktkenntnis als entscheidender Faktor
Der Immobilienmarkt im Landkreis Günzburg erfordert heute vor allem Einordnung und Marktkenntnis. Entscheidungen lassen sich nicht mehr aus allgemeinen Trends ableiten, sondern müssen die lokalen Gegebenheiten, die Objektqualität und die realistische Marktsituation berücksichtigen.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem funktionierenden Angebot und langen Vermarktungszeiten.
Für Eigentümer gewinnt diese Einschätzung besondere Bedeutung: Der größte Verlust entsteht nicht durch einen fair kalkulierten Preis – sondern durch einen zu hohen Einstieg. Wer zu hoch startet, verkauft am Ende oft unter Wert. Der Markt belohnt realistische Preise und bestraft Illusionen.
Eine präzise und realistische Immobilienbewertung schafft daher Sicherheit, vermeidet Fehleinschätzungen und ermöglicht tragfähige Entscheidungen – unabhängig davon, ob verkauft, gekauft oder zunächst abgewartet wird. Transparenz ist dabei kein Selbstzweck, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.
Als regional verankerter Immobilienmakler beobachtet Lenhart Immobilien den Immobilienmarkt im Landkreis Günzburg kontinuierlich und ordnet Entwicklungen auf Basis realer Marktbewegungen ein. Diese lokale Perspektive ist entscheidend, um Immobilien nicht nach Erwartung, sondern nach Markt zu bewerten.
Häufig gestellte Fragen zu den Immobilienpreisen im Landkreis Günzburg 2026
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Was kostet aktuell ein Haus im Landkreis Günzburg?
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Häuser im Landkreis Günzburg liegt aktuell (Stand Februar 2026) bei 3.284 €. Je nach Lage variieren die Preise deutlich: In Günzburg (3.662 €/m²) oder Leipheim (3.541 €/m²) sind die Preise höher, während ländlichere Gemeinden wie Neuburg a.d. Kammel (3.063 €/m²) günstigere Einstiegsmöglichkeiten bieten.
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Was kostet eine Wohnung im Landkreis Günzburg?
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnungen liegt aktuell bei 3.018 €. In gefragten Lagen wie Günzburg (3.380 €/m²) oder Leipheim (3.301 €/m²) sind die Preise deutlich höher, während in Gemeinden wie Ichenhausen bereits Wohnungen ab etwa 2.718 €/m² angeboten werden.
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Wie haben sich die Immobilienpreise im Landkreis Günzburg 2025 entwickelt?
Nach deutlichen Preisrückgängen in 2023 und 2024 zeigt sich seit Mitte 2025 eine Stabilisierung. Wohnungspreise stiegen von 2.960 € im Q1 2024 auf 3.018 € im Q1 2026, was einem Plus von 1,4 % entspricht. Die Hauspreise stabilisieren sich bei rund 3.284 €/m² (+0,5 % zum Vorjahr).
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Wo kann ich die tatsächlichen Verkaufspreise für Immobilien im Landkreis Günzburg einsehen?
Die tatsächlichen Verkaufspreise werden vom Gutachterausschuss auf Basis beurkundeter Kaufverträge erfasst und liegen häufig unter den veröffentlichten Angebotspreisen. Im Lenhart-Immobilien-Marktbericht für den Landkreis Günzburg haben wir diese beurkundeten Verkaufszahlen für Sie ausgewertet und übersichtlich aufbereitet.
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Wie hoch sind die Mietpreise im Landkreis Günzburg?
Die Mietpreise steigen weiter. Aktuell (Q1 2026) liegt die durchschnittliche Miete für Häuser bei 10,26 €/m² und für Wohnungen bei 9,88 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 5,1 % bei Häusern und 4,1 % bei Wohnungen. Seit Q1 2023 sind die Mieten um über 16 % (Häuser) bzw. 13 % (Wohnungen) gestiegen.
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Lohnt sich der Verkauf einer Immobilie im Landkreis Günzburg aktuell?
Der Markt zeigt sich stabil mit ersten Erholungstendenzen. Entscheidend für einen erfolgreichen Verkauf ist eine realistische Preisfindung unter Berücksichtigung von Lage, Baujahr, energetischem Zustand und Ausstattung. Qualitativ gute Immobilien in gefragten Lagen lassen sich auch aktuell gut vermarkten, während überhöhte Preisvorstellungen zu längeren Vermarktungszeiten führen.


